
Florida: Familie von Erschossenem klagt gegen OpenAI
Gewalttat an Universität in Florida Familie von Erschossenem klagt gegen OpenAI Vor gut einem Jahr hat ein Mann an der Florida State University zwei Menschen getötet. Davor soll ihn ChatGPT beraten haben. Nun geht die...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Gewalttat an Universität in Florida Familie von Erschossenem klagt gegen OpenAI Vor gut einem Jahr hat ein Mann an der Florida State University zwei Menschen getötet. Davor soll ihn ChatGPT beraten haben. Nun geht die Familie eines der Opfer gegen die Macher des Chatbots vor.
31 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Gedenkstätte für Schussangriff auf dem Campus der Florida State University Foto: Miguel J.
Die Einzelheiten
Rodriguez Carrillo / Getty Images Bei einem Schusswaffenangriff auf dem Campus der Florida State University waren im April 2025 zwei Menschen gestorben und sechs weitere verletzt worden. Das KI-Unternehmen OpenAI wird nun von der Familie eines der Todesopfer verklagt. In der am Sonntag eingereichten Klage von Vandana Joshi, der Witwe des getöteten Tiru Chabba, wird behauptet, dass OpenAIs Chatbot ChatGPT den Angriff ermöglicht habe.
Der Schütze – ein ehemaliger Student der Universität – soll die Waffe seiner Mutter genutzt haben. Die Mutter arbeitete als Vizesheriff bei der Polizei. Der Tatverdächtige schoss auf dem Universitätscampus auf Studierende, bevor er von Sicherheitskräften niedergeschossen und verletzt wurde.
Laut der Klage soll sich der 20-jährige Verdächtige vor der Tat erheblich von ChatGPT beraten lassen haben. So soll er etwa Bilder von Schusswaffen, die er erworben hatte, mit dem Dienst geteilt haben. Der Chatbot soll ihm daraufhin erklärt haben, wie man sie benutzt.
Was Experten sagen
Der Klage zufolge soll der Chatbot dem 20-Jährigen an einer Stelle zudem erklärt haben, es sei viel wahrscheinlicher, dass eine Schießerei landesweite Aufmerksamkeit erhalte, wenn Kinder beteiligt seien: »schon zwei bis drei Opfer können mehr Aufmerksamkeit erregen. « Später, am Tag der Schießerei, soll der Verdächtige laut der Klage gefragt haben, wie »der Rechtsweg, das Strafmaß und die Aussichten auf eine Inhaftierung« aussehen würden. Die Klage wirft OpenAI vor, es versäumt zu haben, eine Bedrohung in den Chats wirksam zu erkennen.
Das Unternehmen hätte feststellen müssen, dass die Chats zu »Massenopfern und erheblichen Schäden für die Öffentlichkeit« führen könnten, so die Kritik. Stattdessen habe die KI den Mann in seinem Vorhaben bestärkt. So soll ChatGPT dem Mann auch noch mitgeteilt haben, »zu welcher Uhrzeit auf dem Campus der größte Andrang herrschen würde.
«OpenAI weist die Verantwortung zurückEnde April hat die Staatsanwaltschaft bereits angekündigt, dass sie in dem Fall gegen OpenAI ermittelt. Der Generalstaatsanwalt von Florida, James Uthmeier, hatte dazu erklärt: »Wäre ChatGPT eine Person, würde sie wegen Mordes angeklagt werden«. Das Gesetz in Florida sehe vor, dass jeder, der jemanden beim Begehen einer Straftat unterstützt oder ihn dazu anstiftet, als dessen Helfer gesehen werde und dieselbe Verantwortung trage wie der Täter, so Uthmeier.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





