
Fraktur: Trump braucht ein Mausoleum wie Lenin und Ho Chi Minh
Fraktur : Trump braucht ein Mausoleum wie Lenin und Ho Chi Minh Von Berthold Kohler 15.05.2026, 14:09Lesezeit: 3 Min. Niemand zog schneller: Für Trump würde aber auch passen „Der Held von Hormus“. Zeichnung Wilhelm...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Fraktur : Trump braucht ein Mausoleum wie Lenin und Ho Chi Minh Von Berthold Kohler 15. 2026, 14:09Lesezeit: 3 Min. Niemand zog schneller: Für Trump würde aber auch passen „Der Held von Hormus“.
Zeichnung Wilhelm BuschWilhelm BuschDann können ihn seine Anhänger auch noch im nächsten Jahrtausend bewundern. Doch wie sollte die Inschrift lauten? Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Wissen Sie, was uns bei Trump wundert?
Die Einzelheiten
Doch, da gibt es noch etwas. Er will ja nicht nur der größte, klügste und reichste Präsident der Menschheitsgeschichte sein, sondern auch sicher, dass die Menschheit sich ewig an ihn als den größten, klügsten und reichsten Präsidenten erinnert. Dafür genügt es aber nicht, Geldscheine mit seinem Konterfei drucken zu lassen, die ständig an Wert verlieren und von Mäusen zerfressen werden.
Und beim Anblick des goldenen Ballsaals denkt man im nächsten Jahrhundert vielleicht nur noch an Fred Astaire. Wir würden Trump empfehlen, für sich ein Mausoleum errichten zu lassen. Und zwar eines, in dem man ihn auch noch in tausend Jahren sehen und verehren kann.
Die Idee kam uns, als wir kürzlich in Hanoi zusammen mit vielen Vietnamesen zur letzten Ruhestätte Onkel Hos pilgerten. Das müsste Trump doch auch noch im Jenseits gefallen: Mega-Maga-Menschenmassen, die sich ehrfürchtig anstellen, um einen kurzen Blick auf den großen Führer zu erhaschen, in der Hoffnung, dass er nur schläft und wieder erwacht wie Kaiser Barbarossa, wenn das Reich in Not ist. Und man muss sagen: Ho Chi Minh sieht immer noch richtig gut aus, besser sogar als Lenin, der zusammen mit seinem Grabmal gerade generalüberholt werden muss.
Was Experten sagen
Man meint beim Blick auf Onkel Ho eine gewisse Ähnlichkeit mit dem sowjetischen Revolutionsführer zu erkennen, was vielleicht daran liegt, dass die Russen den Vietnamesen beim Einbalsamieren geholfen haben. Möglicherweise werden bei den immer wieder nötigen Renovierungsarbeiten auch die gleichen Ersatzteile verwendet. Faustdick hinter den OhrenIn jedem Fall aber weiß man, wenn man an so einer Mumie vorbeischreitet, dass da kein Niemand liegt, sondern eine absolute Ausnahmeerscheinung.
Womit wir endlich zum eigentlichen Thema dieser Glosse kommen, dem Indefinitpronomen „niemand“, das harmlos wirkt, es aber faustdick hinter den Ohren haben kann. Das musste schon der arme Polyphem erfahren, der, von einem listigen Niemand, Odysseus, getäuscht und geblendet, brüllte, niemand habe ihm etwas getan, worauf die ihm zur Hilfe geeilten Kyklopen wieder abzogen. Auch als Walter Ulbricht behauptete, niemand habe die Absicht, eine Mauer zu bauen, hatte jemand schon den Mörtel dafür angerührt.
Sein Name war NobodyDaher haben wir auch nicht ganz die Aufregung verstanden, als Bärbel „Bullshit“ Bas behauptete, niemand wandere in unsere Sozialsysteme ein. Da wusste man doch gleich, dass nicht einmal sie das selbst glauben kann. Inzwischen gab sie ja auch zu, dass ihr das nur wegen der Bedrängung durch die Rechten herausgerutscht sei.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





