
Frankreich: Bürgermeister hängt Porträt von Emmanuel Macron ab und bekommt prompt Ärger
Vorort von Paris Bürgermeister stellt Macron-Porträt in die Ecke – und bekommt prompt Ärger Bally Bagayoko sitzt im Rathaus einer der ärmsten Städte Frankreichs. Aus Protest gegen die Zustände nahm er ein Bild von...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Vorort von Paris Bürgermeister stellt Macron-Porträt in die Ecke – und bekommt prompt Ärger Bally Bagayoko sitzt im Rathaus einer der ärmsten Städte Frankreichs. Aus Protest gegen die Zustände nahm er ein Bild von Präsident Emmanuel Macron von der Bürowand. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten.
02 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Bally Bagayoko: Post vom Präfekten Foto: Thomas Padilla / AP / dpa aufklappen Automatisch erstellt mit KI.
Die Einzelheiten
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positiv bewerten negativ bewerten Eine kleine Geste mit großer Wirkung sorgt derzeit in Frankreich für Schlagzeilen – und bringt den Bürgermeister einer der ärmsten Städte Frankreichs ins politische Rampenlicht. Bally Bagayoko hatte aus Protest gegen soziale Ungleichheit das Porträt von Präsident Emmanuel Macron in seinem Büro abgehängt und deswegen Ärger bekommen. Der neue linke Bürgermeister des Pariser Vororts Saint-Denis erklärte in einem Fernsehinterview, dass er das Präsidentenporträt umgedreht in eine Ecke seines Büros gestellt habe, »solange die Republik nicht in der Lage ist, die Ungleichheiten zu beseitigen«.
38 Prozent der Haushalte in der 150. 000-Einwohnerstadt leben nach offizieller Statistik unterhalb der Armutsschwelle. Obgleich der Bürgermeister sagte, dass es sich um eine symbolische Geste handele, bekam er prompt Post vom Präfekten des Departements Seine-Saint-Denis, zu dem seine Stadt gehört.
Was Experten sagen
Zwar gebe es keine bindende Vorschrift, das Porträt des Präsidenten im Rathaus aufzuhängen, schrieb Präfekt Julien Charles. Wie die französische Flagge aber handele es sich um ein Symbol der Republik, das die Bürger ungeachtet politischer Gegensätze hinter ihren Institutionen vereinen solle. Mit seiner Geste verstoße er gegen diesen guten Brauch.
Bild vergrößern Demo zur Unterstützung von Bally Bagayoko nach rassistischen Beleidigungen (am 4. April) Foto: Thomas Samson / Insofern »lade ich Sie ein, Ihre Position zu überdenken und als Bürgermeister über den Respekt der republikanischen Tradition zu wachen«, mahnte der Präfekt in seinem von ihm auf der Plattform X öffentlich gemachten Schreiben. Bei etlichen Nutzern stieß er damit auf Protest.
»Sehr geehrter Herr Präfekt, Kinder nicht auf der Straße schlafen zu lassen, gehört ebenfalls zur republikanischen Tradition. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie im Sinne dieser Tradition handeln würden«, kommentierte ein Leser. Bürgermeister wird Opfer von rassistischer HetzeDass man das Porträt des Präsidenten besser nicht zum Zwecke politischer Protestaktionen von der Wand hängt, mussten in Frankreich in der Vergangenheit schon Umweltschützer erfahren.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





