
Frankreich will nach FCAS-Aus bis 2040 eigenen Kampfjet entwickeln
FCAS-Aus Frankreich will bis 2040 eigenen Kampfjet entwickeln Das deutsch-französische Projekt FCAS ist gescheitert. Frankreich will die bereitgestellten Mittel nun für die Entwicklung eines eigenen Kampfjets nutzen....
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com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Das Modell eines FCAS-Kampfjets Foto: Geoffroy van Der Hasselt / aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Frankreich will bis 2040 ein eigenes Kampfflugzeug bauen.
Die französische Industrie sei »derzeit das einzige Team in Europa, das in der Lage ist, ein Kampfflugzeug völlig autonom zu entwickeln und zu produzieren«, sagte Verteidigungsministerin Catherine Vautrin der Nachrichtenagentur zufolge im Senat. Sie erwähnte insbesondere die Unternehmen Dassault, Safran und Thalès, »das ist ein bedeutendes technisches Kapital für die Souveränität unseres Landes«. Die Ankündigung folgt auf das Ende des deutsch-französischen Kampfjetprojekts FCAS.
Die Abkürzung FCAS steht für Future Combat Air System. Mit dessen Entwicklung waren der französische Rüstungskonzern Dassault und die Airbus-Rüstungssparte beauftragt worden, zwischen denen es zuletzt große Unstimmigkeiten gab. Neun Jahre arbeiteten die beiden Länder an dem gemeinsamen Kampfjet, am Montag verkündeten sie das Aus.
Was Experten sagen
Frankreich will die bereitgestellten Mittel nun für den eigenen Kampfjet nutzen. Die 2,5 Milliarden Euro, die bereits für die Entwicklung des FCAS bewilligt worden seien, würden »nahezu komplett« dazu beitragen, bis 2040 ein eigenes Kampfflugzeug zu entwickeln. Von den Investitionen fließe jeweils die Hälfte in autonome Entwicklungen und die andere Hälfte in Vorhaben mit Partnern.
Mit dem FCAS-Kampfjet wollte Frankreich seine Rafale-Flugzeuge und Deutschland seine Eurofighter ablösen. Ein Konsortium um den Flugzeugbauer Airbus will am Donnerstag eine Absichtserklärung für ein mögliches Nachfolgeprojekt unterzeichnen, um auch in Deutschland einen eigenen Kampfjet zu entwickeln. Mehr zum Thema Kampfjetprojekt: Warum Merz beim FCAS-Aus richtig entschieden hat Der SPIEGEL-Leitartikel von Paul-Anton Krüger Gescheiterte Kooperation mit Frankreich: Braucht die Luftwaffe nach dem Kampfjet-Aus jetzt Ersatz aus den USA?
Von Martin Hesse, Leo Klimm und Paul-Anton Krüger München, Paris und Berlin Kanzler Friedrich Merz (CDU) machte klar, dass er mit Frankreich andere Teile des FCAS-Vorhabens weiterführen will, insbesondere das Kommunikationssystem. Wie die Zusammenarbeit aussehen soll, sollen die Verteidigungsminister beider Seiten bis zum nächsten deutsch-französischen Regierungstreffen im Juli erarbeiten. Auch die deutsche Industrie prescht nach dem Aus für den gemeinsamen Kampfjet mit Frankreich vor.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





