
Frauke Brosius-Gersdorf schreibt Buch über gescheiterte Wahl zur Verfassungsrichterin
»Ein Stück Zeitgeschichte« Brosius-Gersdorf schreibt Buch über gescheiterte Wahl zur Verfassungsrichterin Als Frauke Brosius-Gersdorf für das Bundesverfassungsgericht vorgeschlagen wurde, entbrannte ein wochenlanger...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. »Ein Stück Zeitgeschichte« Brosius-Gersdorf schreibt Buch über gescheiterte Wahl zur Verfassungsrichterin Als Frauke Brosius-Gersdorf für das Bundesverfassungsgericht vorgeschlagen wurde, entbrannte ein wochenlanger Konflikt. Nun arbeitet sie an einem Buch über die Zeit, die sie eine »absolute Ausnahmesituation« nennt. 23 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren image"> Bild vergrößern Frauke Brosius-Gersdorf Foto: teutopress / picture alliance Die Juraprofessorin Frauke Brosius-Gersdorf verarbeitet den politischen Streit über ihre Kandidatur für das Bundesverfassungsgericht in einem Buch. »Mir ist es wichtig, die Politisierung der Richterwahl noch einmal aufzuarbeiten und zu zeigen, welche Kampagnen wie gewirkt haben«, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa.
Die Einzelheiten
Das Buch soll unter dem Titel »Wahl und Wahrheit« am 1. September erscheinen. Brosius-Gersdorf war von der SPD für das Amt als Richterin am Bundesverfassungsgericht vorgeschlagen worden.
Doch die Union hatte erhebliche Vorbehalte. Es kam zum Streit innerhalb der Koalition, die Wahl wurde abgesagt. Brosius-Gersdorf war unter anderem wegen Positionen zum Abtreibungsrecht in sozialen Medien angegriffen worden.
Im August 2025 verzichtete sie schließlich auf ihre Kandidatur. Die SPD schickte daraufhin Sigrid Emmenegger ins Rennen. Emmenegger wurde im zweiten Anlauf zur Richterwahl zusammen mit Ann-Katrin Kaufhold und Günter Spinner zu neuen Verfassungsrichtern gewählt.
Was Experten sagen
Brosius-Gersdorf ist stattdessen weiterhin Inhaberin des Lehrstuhls für Öffentliches Recht an der Universität Potsdam. »Aus Fehlern lernen« Brosius-Gersdorf sprach nun von einer »absoluten Ausnahmesituation« für sie und ihren Mann im Sommer 2025. »Das Ganze ist ein Stück Zeitgeschichte.
Eine solche Politisierung und Instrumentalisierung der Wahl von Richtern für das Bundesverfassungsgericht hat es vorher nicht gegeben«, sagte sie. Brosius-Gersdorf sagte weiter, es dürfe nicht sein, dass sich solch ein Fall wiederhole. »Weil dann das Bundesverfassungsgericht und die rechtsstaatliche Demokratie schweren Schaden nehmen können.
« Alle Beteiligten sollten aus den Fehlern lernen. »Deshalb geht es in dem Buch auch um Vorschläge, was wir ändern können, damit es in Zukunft besser läuft. Beim Verfahren der Richterwahl, bei den Medien, der Debattenkultur und dem Umgang mit Frauen«, so Brosius-Gersdorf.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





