
Gebäudemodernisierungsgesetz: Statt Wärmepumpe: Jetzt kommt die Bioheizung
Gebäudemodernisierungsgesetz : Statt Wärmepumpe: Jetzt kommt die Bioheizung Von Christian Geinitz 06.05.2026, 19:37Lesezeit: 5 Min. Raus damit! Ein Heizkessel aus den SechzigerjahrenIlkay KarakurtNeue Öl- und Gaskessel...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Gebäudemodernisierungsgesetz : Statt Wärmepumpe: Jetzt kommt die Bioheizung Von Christian Geinitz 06. 2026, 19:37Lesezeit: 5 Min. Ein Heizkessel aus den SechzigerjahrenIlkay KarakurtNeue Öl- und Gaskessel müssen künftig immer mehr Biobrennstoff verfeuern.
Das treibt die Kosten im Heizungskeller. Entsorgt die Koalition zudem klammheimlich das Klimaziel 2045? Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Grüne Gase und Öle als Ergänzung zur Wärmepumpe: In einem neuen Gesetzentwurf ermöglicht die schwarz-rote Koalition auch weiterhin den Neueinbau und Betrieb von Erdgas-, Flüssiggas und Ölheizungen.
Die Einzelheiten
Damit verabschiedet sie sich endgültig vom umstrittenen „Heizungsgesetz“ der Ampel-Regierung. Dieses hätte neue Kessel nur noch zugelassen, wenn sie zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien gelaufen wären. Das war als einseitige Bevorzugung grün-elektrischer Wärmepumpen und der Fernwärme verstanden worden sowie als übergriffiger „Heizungshammer“ im Privatkeller geschmäht worden.
Gemäß dem neuen Entwurf, der der F. vorliegt, bleiben fossile Wärmerzeuger bis auf Weiteres zugelassen, sowohl bestehende als auch zusätzliche. Die Betreiber neuer Anlagen – und nur die – müssen sie aber von 2029 an mit einer wachsenden Menge von grünen Energieträgern befeuern: Biomethan, Bioöl, biogenes Flüssiggas oder klimaneutrale Wasserstoffarten.
Die Biotreppe kommtGemäß einer „Biotreppe“ haben die Neunutzer, etwa die Hauseigentümer, sicherzustellen, dass von 2029 an mindestens zehn Prozent des Brennstoffs aus klimaschonenden Quellen stammen. 2030 müssen es 15 Prozent sein, 2035 dann 30 Prozent und 2040 schließlich 60 Prozent. Im bestehenden Gesetz heißt es: „Heizkessel dürfen längstens bis zum Ablauf des 31.
Was Experten sagen
Dezember 2044 mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. “ Der zugrundeliegende Paragraph 72 wird nun aber vollständig getilgt. Die Ablauffrist zu Ende 2024 gilt dann formal nicht mehr.
Steht das Klimaziel 2045 in Frage? Es ließe sich argumentieren, dass man sie gar nicht braucht, da Deutschland 2045 ohnehin treibhausgasneutral sein will. Dann dürfen keine fossilen Brenn- und Kraftstoffe mehr verbrannt werden.
Dennoch wirft die Streichung Fragen auf: Nimm sie einen Vorstoß vorweg, das Klimaziel 2045 insgesamt in Frage zu stellen? Denn die Rufe werden lauter, auf das EU-Ziel von 2050 einzuschwenken oder sich 2045 mit 90 Prozent zufriedenzugeben. Entsprechend hatten sich die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) der CDU sowie deren Arbeitnehmerflügel CDA geäußert.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





