
Geburtenrate im Maghreb: Werden die Transitländer jetzt zum Ziel für Migranten?
Geburtenrate im Maghreb : Werden die Transitländer jetzt zum Ziel für Migranten? Von Hans-Christian Rößler, Madrid 29.06.2026, 09:36Lesezeit: 4 Min. Menschen laufen im Januar auf einer Straße in Casablanca.ReutersVor 50...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Geburtenrate im Maghreb : Werden die Transitländer jetzt zum Ziel für Migranten? Von Hans-Christian Rößler, Madrid 29. 2026, 09:36Lesezeit: 4 Min.
Menschen laufen im Januar auf einer Straße in Casablanca. ReutersVor 50 Jahren hatten Frauen im Maghreb im Durchschnitt acht Kinder. Heute sind es nicht mal mehr zwei.
Die Einzelheiten
Die Gesellschaften altern – und könnten bald selbst Zuwanderer brauchen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Viele Jahre lang wollten junge Marokkaner, Tunesier und Algerier nur noch weg und nach Europa. Doch auf einmal werden sie zu Hause gebraucht.
In ihrer Heimat ist das Bevölkerungswachstum eingebrochen. Wenn es so weitergeht, könnte der Maghreb bald selbst Migranten brauchen – für das Wirtschaftswachstum und die alternde Gesellschaft. In den drei Ländern kommen immer weniger Kinder zur Welt.
In Tunesien ist die Geburtenrate sogar mit 1,53 Kindern pro Frau niedriger als in Frankreich (1,62 Kinder). Marokko ist auf einem ähnlichen Weg. Dort reichen die 1,97 Kinder pro Frau nicht aus, um die heutige Einwohnerzahl zu halten.
Was Experten sagen
Das Königreich habe den „historischen demographischen Rubikon überschritten“, heißt es beunruhigt in lokalen Onlinemedien. Man fragt sich, wie Marokko wieder gebärfreudiger werden könnte. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
bei Google bevorzugen Auslöser der Debatte ist eine aktuelle Studie des französischen Instituts für demographische Studien (INED). Sie stellt in allen drei Maghreb-Staaten einen rapiden und „beispiellosen“ Rückgang der Geburtenrate fest. In den siebziger Jahren brachten Frauen dort im Durchschnitt bis zu acht Kinder zur Welt.
Die damalige Ausnahme werde nun zur Regel: die Familie mit zwei Kindern, die anfangs nur in den Städten zu beobachten war. Nur Algerien erlebte zwischen 2000 und 2017 einen kleinen Babyboom. Als dort die Wirtschaft kräftiger wuchs, stieg die Geburtenrate dort vorübergehend auf mehr als drei Kinder pro Frau, um dann wieder auf 2,61 zu sinken.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





