
Geldanlage: Wem der Dax wirklich gehört
Geldanlage : Wem der Dax wirklich gehört Von Dennis Kremer , Felix Brocker 16.07.2026, 22:25Lesezeit: 3 Min. Ein Händler an der Frankfurter BörsedpaDie Dax-Konzerne sind längst nicht mehr in den Händen deutscher...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Geldanlage : Wem der Dax wirklich gehört Von Dennis Kremer , Felix Brocker 16. 2026, 22:25Lesezeit: 3 Min. Ein Händler an der Frankfurter BörsedpaDie Dax-Konzerne sind längst nicht mehr in den Händen deutscher Eigentümer.
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Wem gehört der Dax? Auf die simple Frage gibt es eine einfache und eine verblüffende Antwort. Die einfache Antwort geht so: Der Deutsche Aktienindex ist eine eingetragene Marke der Deutschen Börse, die den Index berechnet und Geld damit verdient.
Die Einzelheiten
Dieser Index hat seit seiner Gründung im Jahr 1988 im Prinzip keine großen Veränderungen erfahren mit einer Ausnahme: 2021 wurde die Zahl der im Dax enthaltenen Aktiengesellschaften von 30 auf 40 Mitglieder erweitert. Damit könnte dieser Artikel enden, wenn es nicht auch eine überraschende Antwort geben würde. Die lautet so: Der Dax gehört in erster Linie Nordamerikanern.
Das bedarf der Erklärung. Jeder Investor auf der Welt kann die Aktien der 40 Dax-Konzerne kaufen. Das können Privatanleger sein, die auf einzelne Dax-Unternehmen setzen.
Oder aber professionelle Investoren wie beispielsweise Fondsgesellschaften oder Staatsfonds. Das Verhältnis dieser beiden Gruppen neigt sich seit Jahren in Richtung der Profis: Gemessen am Wert der Aktien zum Ende des vergangenen Jahres gehören ihnen mehr als 60 Prozent der Anteile an den Dax-Konzernen. Auf Privatanleger entfallen hingegen nur vergleichsweise niedrige 16 Prozent.
Was Experten sagen
Der Rest entfällt beispielsweise auf Stiftungen oder Familien wie die VW-Eignerfamilien Porsche und Piëch. Jetzt aber kommt die eigentliche Überraschung: Wer annimmt, dass vor allem deutsche Anbieter wie die Sparkassenfondsgesellschaft Deka oder die Deutsche-Bank-Fondsgesellschaft DWS in den Dax investieren, sieht sich getäuscht. Schaut man auf den Streubesitz, also die Menge frei handelbarer Dax-Aktien, halten deutsche Anbieter nur knapp zwölf Prozent der Anteile, die in Händen von institutionellen Anlegern wie Fondsgesellschaften sind.
Fast 42 Prozent entfallen dagegen auf nordamerikanische Anbieter, rund zwanzig Prozent zudem auf Fondsgesellschaften, die vornehmlich in Großbritannien sitzen. Mit anderen Worten: Der Dax ist fest in internationaler Hand. Wenn also die Börsenkurse hierzulande ausschlagen, ist dies nicht unbedingt einer Laune deutscher Anleger geschuldet, sondern kann mit Entscheidungen zu tun haben, die irgendwo anders auf der Welt getroffen werden.
Frederik Frank, Analyst bei S&P Global Market Intelligence, ermittelt diese und viele andere Zahlen seit Jahren im Auftrag des Deutschen Investor Relations Verbands. Er hat neben der Zunahme internationaler Investoren noch einen zweiten Trend festgestellt: „Der Anteil passiver ETF-Anleger im Dax hat stark zugenommen. “ Solche ETF, die die Wertentwicklung des Dax einfach nachbilden, verwalteten Ende 2025 fast 30 Prozent der Gelder, die Profiinvestoren in Dax-Aktien investiert haben.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





