
Gewaltherrschaft in Iran: Viele Linke sind blind für diktatorische Strömungen
meinung Gewaltherrschaft in Iran Viele Linke sind blind für diktatorische Strömungen Ein Gastbeitrag von Hasnain Kazim Auf propalästinensischen Demos wehen Flaggen der Islamischen Republik. In Berlin wurde eine...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. meinung Gewaltherrschaft in Iran Viele Linke sind blind für diktatorische Strömungen Ein Gastbeitrag von Hasnain Kazim Auf propalästinensischen Demos wehen Flaggen der Islamischen Republik. In Berlin wurde eine Regimegegnerin als »Marionette Israels und der USA beschimpft«. Solidarität mit den Falschen hat in diesen Milieus Tradition.
12 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Palästinensische und iranische Flaggen bei einer Kundgebung in Berlin, 2025 Foto: Michael Kuenne / ZUMAPRESS.
Die Einzelheiten
com / picture alliance Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen. Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. Fast jeden Tag erhalte ich von Kontakten in Iran.
Nachrichten darüber, dass erneut ein Mensch hingerichtet wurde. Meist sind es junge Männer, hin und wieder auch eine Frau, einige noch im Teenageralter, die meisten in ihren Zwanzigern, wenige über dreißig. In Teheran, Isfahan, Maschhad, Ghom, Urmia oder anderswo – überall müssen sie in einem Gefängnis auf einen Stuhl steigen, der Henker legt ihnen einen Strick um den Hals, dann tritt er den Stuhl weg.
Die Delinquenten ersticken am Strang. Hasnain Kazim Hasnain Kazim, Jahrgang 1974, lebt als Autor in Wien. Der gebürtige Oldenburger wuchs im Alten Land, vor den Toren Hamburgs, und in Karatschi, Pakistan, auf.
Was Experten sagen
Er studierte Politikwissenschaft und war Marineoffizier, bevor er begann, als Journalist zu arbeiten. Bis 2019 arbeitete er für den SPIEGEL, davon die meiste Zeit als Auslandskorrespondent mit Stationen in Islamabad, Istanbul und Wien. Im März ist sein Buch »Der Islam und ich: Was mich meine Familie, meine norddeutsche Heimat und mein Leben in muslimischen Ländern über den Islam gelehrt haben« erschienen.
Oftmals handelt es sich um politische Gefangene, die es gewagt hatten, gegen das iranische Regime zu protestieren, gegen seine übergriffige, Freiheit erstickende Interpretation des Islam. Sie hatten Freiheit gefordert und die Macht der Mullahs in Frage gestellt. Prompt wurde ihnen Gewalt unterstellt und damit »Moharebeh«, »Krieg gegen Gott«.
Ein weiterer beliebter Vorwurf lautet Spionage, angeblich stets für Israel oder die USA, beide seit Langem vom Regime zu Todfeinden erklärt. Allein in der vergangenen Woche berichten Menschenrechtsorganisationen von zweistelligen Hinrichtungszahlen. Gholamhossein Mohseni Ejei, der Chef der iranischen Justiz, hat Gerichten ausdrücklich befohlen, Todesurteile gegen »Feinde der Regierung« beschleunigt zu vollstrecken.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





