
Gewerkschaften und Ökonomen kritisieren Vorschläge zur Rentenreform
Durchgesickerte Pläne Gewerkschaften und Ökonomen kritisieren Vorschläge zur Rentenreform Experten aus dem linken und wirtschaftsliberalen Lager äußern Unmut über die Reformpläne der Regierung. Ver.di-Chef Frank Werneke...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Durchgesickerte Pläne Gewerkschaften und Ökonomen kritisieren Vorschläge zur Rentenreform Experten aus dem linken und wirtschaftsliberalen Lager äußern Unmut über die Reformpläne der Regierung. di-Chef Frank Werneke sieht einen Vorschlag als »völlige Missachtung der Lebensleistung der betroffenen Menschen«. 33 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (6 Minuten) 6 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Ver. di-Vorsitzender Werneke: Deutliche Kritik an Reformideen Foto: Annette Riedl / picture alliance / dpa Die durchgesickerten Reformpläne der Rentenkommission stoßen bereits vor der offiziellen Vorstellung auf massive Kritik.
Die Einzelheiten
Besonders Sozialverbände, Linke und Gewerkschaften halten die Ideen für unsozial. Die scharfen Reaktionen zeigen, wie schwer es für die Koalition aus Union und SPD wird, wie geplant Anfang Juli ein weitreichendes Reformpaket zu schnüren. Dieses soll das mit hohen Defiziten kämpfende Renten- und Gesundheitssystem zukunftsfest und auch den Wirtschaftsstandort wieder wettbewerbsfähiger machen.
Die Vorschläge der Alterssicherungskommission eigneten sich in weiten Teilen nicht dazu, einfach umgesetzt zu werden, erklärte Ver. di-Chef Frank Werneke am Sonntag in Berlin. »Im Kern gehen die Pläne an der Lebenswirklichkeit der arbeitenden Menschen vorbei.
« So solle das Rentenniveau ab dem Jahr 2031 deutlich sinken – »und das, obwohl bereits die heutige Höhe der Renten für viele Menschen nicht für ein Leben in Würde reicht«, so Werneke. Mehr zum Thema Vorschläge der Kommission: Diese Rentenidee kann zu einem Befreiungsschlag fürs ganze Land werden Ein Kommentar von Benjamin Bidder »Mut und Konsequenz fehlen«: DIW-Präsident Fratzscher kritisiert Pläne der Rentenkommission »Deutlich abzulehnen« seien auch die Vorschläge, das Renteneintrittsalter schrittweise anzuheben. »Das geht völlig an der Lebenswirklichkeit der arbeitenden Menschen vorbei: In sehr vielen Berufen sind die körperlichen und psychischen Belastungen so hoch, dass schon ein Renteneintrittsalter mit 67 Jahren für viele Menschen unerreichbar ist.
Was Experten sagen
« Der Vorschlag, die Rente mit 63 abzuschaffen, sei »eine völlige Missachtung der Lebensleistung der betroffenen Menschen«, kritisierte der Ver. Zugleich sei eine »ganze Reihe« der über 30 Vorschläge positiv zu bewerten, betonte der Gewerkschaftschef. Dies gelte für den Vorschlag, Minijobs abzuschaffen.
Ebenfalls richtig sei der Vorschlag, Abgeordnete, Selbstständige und auch Vorstände von Aktiengesellschaften in die gesetzliche Rente einzubeziehen. Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann hält es für einen Fehler, »das Rentenniveau nicht bei 48 Prozent zu stabilisieren«. In Ostdeutschland seien mehr als 70 Prozent der Menschen auf die Gesetzliche Rentenversicherung angewiesen, sagte sie.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




