
Hamburg: Warum die Hochbahn wieder Verbrennerbusse anschaffen will
Erreichen des Klimaziels fraglich Wende in Hamburger Verkehrspolitik – HVV schafft wieder Verbrennerbusse an Hamburg wollte seine Busflotte elektrifizieren, stattdessen werden nun wieder Verbrennerbusse eingekauft. Das...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Erreichen des Klimaziels fraglich Wende in Hamburger Verkehrspolitik – HVV schafft wieder Verbrennerbusse an Hamburg wollte seine Busflotte elektrifizieren, stattdessen werden nun wieder Verbrennerbusse eingekauft. Das Unternehmen spricht von einer Stärkung der kritischen Infrastruktur. 18 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Bus der Hamburger Hochbahn AG Foto: Manfred Segerer / IMAGO Eigentlich wollte Hamburg seine Busflotte bis 2030 komplett auf emissionsfreie Antriebe umstellen. Doch nun plant die Hamburger Hochbahn, erstmals seit 2020 wieder Verbrennerbusse anzuschaffen.
Die Einzelheiten
Die neuen Fahrzeuge, bis zu 150, sollen bis 2029 ausgeliefert werden. Für die Hamburger Verkehrspolitik stellt die Entscheidung des Unternehmens eine Wende dar. Denn seit 2020 hatten die Hochbahn und die ebenfalls mehrheitlich städtischen Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) nur noch Fahrzeuge mit Elektroantrieb angeschafft.
»Die Busflotten von Hochbahn und VHH sollen bis 2030 vollständig auf Busse mit emissionsfreien Antrieben umgestellt werden«, heißt es in einem Beschluss der Bürgerschaft vom 11. Das Ziel wurde bereits vor zwei Jahren auf »Anfang der 2030er-Jahre« verschoben. Die Hochbahn selbst bekräftigt weiter auf ihrer Internetseite : »Wir tauschen bis Anfang der 2030er-Jahre alle rund 1100 Dieselbusse gegen E-Busse aus.
« Alle Fahrzeuge würden emissionsfrei sein. Doch dieses Ziel dürfte mit den neuen Verbrennerbussen auf absehbare Zeit nicht erreicht werden. Bild vergrößern Bus an einer Haltestelle in Hamburg Foto: BODE / Hanno Bode / IMAGO Neue Busse sollen synthetischen Kraftstoff tankenBei den nun bestellten Fahrzeugen handle es sich um Busse, die mit dem synthetischen Kraftstoff HVO100 betankt werden können, wie der Sprecher des städtischen Unternehmens, Andreas Ernst, erklärte.
Was Experten sagen
HVO steht für Hydrotreated Vegetable Oils, also mit Wasserstoff behandelte Pflanzenöle. Diese Art von Dieselkraftstoff gilt als klimafreundlich. Ernst erklärte: »Mit dem Einsatz von HVO100 werden Treibhausgasemissionen gegenüber fossilem Diesel in der Bilanz deutlich geringer angerechnet, auch wenn Verbrennerbusse weiterhin lokal Emissionen verursachen.
« Als klimafreundlich gilt der Kraftstoff, weil er im Wesentlichen aus Altfetten stammt. Jedoch setzt das voraus, dass auch der verwendete Wasserstoff »grün« ist, also mithilfe erneuerbarer Energien hergestellt wird. Der Hochbahn-Sprecher begründete die Anschaffung der 150 modernen Dieselbusse so: »Ziel ist die Stärkung der Resilienz-Fähigkeit und der kritischen Infrastruktur, wozu auch die Aufrechterhaltung einer ÖPNV-Versorgung der Bevölkerung in Krisenzeiten gehört.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





