
Hantavirus auf Schiff: Spanien: Heimflug für deutsche Hondius-Passagiere geplant
Hantavirus auf Schiff : Spanien: Heimflug für deutsche Hondius-Passagiere geplant 09.05.2026, 14:16Lesezeit: 5 Min. Arbeiter richten im Hafen von Teneriffa provisorische Unterkünfte in dem Bereich ein, in dem die...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Hantavirus auf Schiff : Spanien: Heimflug für deutsche Hondius-Passagiere geplant 09. 2026, 14:16Lesezeit: 5 Min. Arbeiter richten im Hafen von Teneriffa provisorische Unterkünfte in dem Bereich ein, in dem die Passagiere des Kreuzfahrtschiffs „Hondius“ erwartet werden.
dpaDie „Hondius“ soll nach dem Hantavirus-Ausbruch am Sonntag auf Teneriffa anlegen. Die Passagiere sollen dann umgehend in ihre Heimatländer gebracht werden. WHO-Chef Tedros Ghebreyesus will die Evakuierung beaufsichtigen.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Heimreise der deutschen und anderer europäischer Passagiere des von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs „Hondius“ von Teneriffa aus ist nach Angaben des spanischen Innenministers bereits gesichert. „Ich kann bestätigen, dass die Rückführungsflüge nach Frankreich, Deutschland, Belgien, Irland und in die Niederlande bereits geplant sind“, sagte Fernando Grande-Marlaska bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Gesundheitsministerin Mónica García in Madrid. Von deutschen Behörden gab es zunächst weder genaue Angaben zur Rückführung noch zu einer eventuellen Quarantäne in Deutschland.
An Bord des Kreuzfahrtschiffs sind Passagiere und Besatzungsmitglieder aus 23 Ländern. Für die Bürger der EU-Länder, die über keine Lufttransportfähigkeiten dieser Art verfügten, sei über das sogenannte EU-Katastrophenschutzverfahren zwei Flugzeuge zur Verfügung gestellt worden, fügte Grande-Marlaska hinzu. Zudem hätten Großbritannien und die USA als Länder außerhalb der EU Rückholflüge angekündigt.
Passagiere sollen nach Tagesanbruch abreisenDie „Hondius“ werde am Sonntagmorgen zwischen 4 und 6 Uhr Ortszeit vor dem Hafen von Granadilla im Süden von Teneriffa erwartet, kündigte García an. Die Ausschiffung der Menschen werde aber erst bei Tageslicht beginnen. An Bord würden alle Passagiere auf Krankheitssymptome geprüft.
Was Experten sagen
Zunächst würden voraussichtlich die 14 Spanier zum nahegelegenen Flughafen Teneriffa Süd gebracht, von wo sie mit einer Militärmaschine nach Madrid geflogen werden sollen, um dort in einem Krankenhaus in Quarantäne zu gehen. Erst wenn ein Flugzeug auf dem Flughafen startklar sei, würden jeweils Angehörige derselben Nationalität mit einem kleinen Boot von dem vor Anker liegenden Kreuzfahrtschiff an Land gebracht und mit Bussen direkt auf das Rollfeld zu ihrer Maschine gefahren, erläuterte García. Die Koffer müssten bis auf ein leichtes Handgepäck an Bord bleiben.
Schiff wird in den Niederlanden desinfiziertWenn die Ausschiffung abgeschlossen ist, solle die „Hondius“ mit einer Restbesatzung ihre Fahrt in die Niederlande fortsetzen. Der Leichnam einer an Bord während der Kreuzfahrt gestorbenen Deutschen werde nicht auf Teneriffa an Land gebracht. Die Desinfektion des Schiffes erfolge in Absprache mit den Niederlanden dort, betonte die Gesundheitsministerin.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





