
Ifo-Präsident Clemens Fuest warnt wegen US-Strafzöllen vor Rezession in Deutschland
Sorge vor neuem Handelskrieg Ifo-Präsident warnt wegen US-Strafzöllen vor Rezession in Deutschland Ab kommender Woche will Washington die Zölle auf Autos und Lkw aus der EU deutlich erhöhen. Was passiert, falls Brüssel...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Sorge vor neuem Handelskrieg Ifo-Präsident warnt wegen US-Strafzöllen vor Rezession in Deutschland Ab kommender Woche will Washington die Zölle auf Autos und Lkw aus der EU deutlich erhöhen. Was passiert, falls Brüssel mit Gegenzöllen reagiert? Das Ifo-Institut malt ein düsteres Szenario für die deutsche Wirtschaft.
43 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren image"> Bild vergrößern Für den Export bestimmte Autos im Hamburger Hafen: Sorge vor einem neuen Handelskrieg mit den USA Foto: Joerg Boethling / IMAGO Der Präsident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest , warnt angesichts drohender neuer US-Zölle vor erheblichen Risiken für die deutsche Wirtschaft.
Die Einzelheiten
Der Ökonom befürchtet ernsthafte Folgen, sollte die EU ihrerseits Zölle auf US-Produkte erheben. Fuest sagte der »Bild«-Zeitung: »Falls daraus ein neuer Handelskrieg wird, droht Deutschland 2026 eine Rezession. « US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag eine deutliche Erhöhung der Einfuhrzölle auf Fahrzeuge aus der EU angekündigt.
Die USA wollen demnach Zölle auf Auto- und Lastwagenimporte aus der EU in die USA von 15 auf 25 Prozent erhöhen. Die neuen Sätze sollen ab kommender Woche gelten (mehr dazu hier ). Laut Fuest treffen die Zollerhöhungen die deutsche Autoindustrie »in einer ohnehin schwierigen Lage«.
Bild vergrößern Clemens Fuest (im Januar 2025) Foto: Peter Kneffel / dpa Deutschland ist für einen großen Teil der Autoexporte aus der EU verantwortlich und würde von höheren Zöllen vermutlich hart getroffen werden. Eine Sprecherin der für die Handelspolitik der Staatengemeinschaft zuständigen EU-Kommission erklärte am Samstag: Sollten die USA die höheren Zölle einführen, behalte man sich »alle Optionen vor, um die Interessen der EU zu schützen«. Jens Südekum, Ökonom und Berater von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD), riet der EU via »Bild«, erst mal abzuwarten.
Was Experten sagen
Zunächst solle geprüft werden, ob die angekündigten US-Zölle tatsächlich erhoben würden, sagte Südekum. Brüssel riet er für den Fall des Eintretens zu »angemessenen Gegenmaßnahmen«. Mehr zum Thema Höhere Zölle auf europäische Kraftfahrzeuge: EU droht USA mit Gegenmaßnahmen Handelskonflikt: Trump provoziert, Europa zögert – der transatlantische Zoll-Teufelskreis Von Alexander Demling und Benedikt Müller-Arnold Handelskonflikt: Trump erhöht Zölle auf Autos und Lkw aus der EU auf 25 Prozent Die EU und die USA hatten im September 2025 ein umfassendes Handelsabkommen für zahlreiche Bereiche geschlossen.
Damit sollte auch eine rückwirkende Senkung der Zölle für EU-Autoexporte in die USA von zuvor 27,5 Prozent auf 15 Prozent einhergehen. Trumps Ankündigung erfolgte nun kurz nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den US-Präsidenten scharf kritisiert hatte (mehr dazu hier ).
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





