
Indiens Maoisten: „Warum sterben für etwas, das keine Zukunft hat?“
Indiens Maoisten : „Warum sterben für etwas, das keine Zukunft hat?“ Von Till Fähnders, Hyderabad 01.05.2026, 19:09 Lesezeit: 6 Min. Bildbeschreibung ausklappen Als er noch in der Guerilla war: Der Maoist Jampanna...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Indiens Maoisten : „Warum sterben für etwas, das keine Zukunft hat? “ Von Till Fähnders, Hyderabad 01. 2026, 19:09 Lesezeit: 6 Min.
Bildbeschreibung ausklappen Als er noch in der Guerilla war: Der Maoist Jampanna findet, er habe mit seinem früheren Kampf etwas erreicht. privat Die indischen Maoisten galten als Bedrohung. Nun hat die Regierung sie für ausgelöscht erklärt.
Die Einzelheiten
Ein früherer Kämpfer erzählt von seiner Zeit im Dschungel. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der Inder, der auf einem Stuhl in seinem Wohnzimmer sitzt, wirkt wie ein Verwaltungsbeamter, nicht wie ein Revolutionär. Doch der Mann mit der eckigen Brille und dem schwarzen Schnurrbart hat mehr als drei Jahrzehnte als maoistischer Aufständischer im indischen Dschungel gekämpft.
„Wir mussten im Regen unter freiem Himmel schlafen, nur mit einer Decke über dem Kopf. Manchmal hatten wir nichts zu essen oder nur Reis mit Wasser. Viele sind gestorben, weil sie von wilden Tieren getötet wurden“, erzählt er.
Im Laufe der Jahre sei er an Hunderten bewaffneten Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften beteiligt gewesen. Über deren Einzelheiten und Opfer möchte er bei dem Gespräch in der südindischen Millionenstadt Hyderabad aber nicht reden. Tatsächlich waren es auch nicht die Gefechte mit der Polizei, die bis zu 50 Kilometer langen Märsche am Tag oder das Übernachten in der Nachbarschaft zu Tigern, Elefanten und Schlangen, die Kämpfer wie ihn schließlich dazu gebracht hatten, sich der Polizei zu stellen.
Was Experten sagen
„Sie dachten nicht an den Schmerz“, sagt der Inder. „Sie waren sich des Erfolgs nicht mehr sicher. Warum sterben für etwas, das keine Zukunft hat?
“, so der 64 Jahre alte Mann, der sich heute noch mit seinem Kampfnamen Jampanna ansprechen lässt. Seit dem Jahr 2000 rund 12. 000 Opfer Auch bei ihm hatte sich irgendwann die Erkenntnis durchgesetzt, dass der Sieg durch einen Guerillaaufstand in abgelegenen Waldregionen nicht erreicht werden könnte.
„Dieser Kampf, dieser bewaffnete Kampf, ist nicht richtig“, hatte er im Jahr 2017 seinen Genossen gesagt. Und stellte sich mit seiner Frau der Polizei. Einige Jahre später befindet sich eine der langlebigsten bewaffneten Aufstandsbewegungen der Welt offenbar in den letzten Zügen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





