
Indigene Schauspielerin verklagt James Cameron wegen »Diebstahls« ihrer Gesichtszüge
Vorbild für »Avatar«-Figur Indigene Schauspielerin verklagt James Cameron wegen »Diebstahls« ihrer Gesichtszüge Für die Figur Neytiri in »Avatar« hatte James Cameron ein reales Vorbild: die Schauspielerin Q’orianka...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Vorbild für »Avatar«-Figur Indigene Schauspielerin verklagt James Cameron wegen »Diebstahls« ihrer Gesichtszüge Für die Figur Neytiri in »Avatar« hatte James Cameron ein reales Vorbild: die Schauspielerin Q’orianka Kilcher. Nun hat diese Klage gegen den Regisseur und Disney eingereicht – unter anderem unter einem Deepfake-Paragrafen. 21 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (6 Minuten) 6 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Schauspielerin Kilcher: »Ein sehr interessantes Gesicht« Foto: Mathew Tsang / Getty Images Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde.
Die Einzelheiten
2024 zeigte der große Filmregisseur James Cameron bei einer Ausstellung in Paris, wie seine optische Fantasie sich zunächst in Zeichnungen niedergeschlagen hat. Die Schau »L'art de James Cameron« in der Cinématheque schlug medial große Wellen, Cameron gab Interviews und präsentierte Vorlagen für seine Filmklassiker wie »Terminator«, »Titanic« oder »Avatar«. Eines dieser Interviews hat nun eine Klage ausgelöst, die an einem kalifornischen Bezirksgericht eingereicht wurde.
Klägerin ist die Schauspielerin Q’orianka Kilcher, 36, die als 14-Jährige in Terrence Malicks Film »The New World« Pocahontas spielte. Eine Anzeige für diesen Film war in der »Los Angeles Times« abgedruckt; James Cameron sah die junge Schauspielerin dort und fand darin die Vorlage für Neytiri, seine indigene Na'vi-Figur vom Himmelskörper Pandora, die in den »Avatar«-Filmen von Zoë Saldaña gespielt wird. Bild vergrößern Kilcher als Pocahontas in »The New World« Foto: HO / Doch für Kilchers Anwalt handelte es sich bei Camerons Umgang mit seiner Mandantin »keine Inspiration, sondern Ausbeutung«.
Der Regisseur habe »die einzigartigen biometrischen Gesichtsmerkmale eines 14-jährigen indigenen Mädchens genommen, sie einem industriellen Produktionsprozess unterzogen und damit Gewinne in Milliardenhöhe erzielt, ohne sie auch nur ein einziges Mal um Erlaubnis zu bitten«, so die Peter Law Group in einer Pressemitteilung: »Das ist kein Filmemachen. « Bild vergrößern Szene aus Cameron-Film »Avatar: Fire and Ash« Foto: 20th Century Studios Die Tochter eines Vaters mit peruanischem Quechua-Hintergrund und einer Mutter aus der Schweiz traf James Cameron 2010 bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung in Hollywood, bei der die beiden über das Engagement für die Rechte indigener Völker sprachen. So schildert es Kilcher in der Klageschrift.
Demnach habe Cameron sie eingeladen, in sein Büro zu kommen, er habe ein Geschenk für sie. Es handelte sich um einen Druck von Camerons Originalzeichnung für Neytiri – versehen mit einer handschriftlichen Signatur: »Deine Schönheit war meine frühe Inspiration für Neytiri. Schade, dass du gerade einen anderen Film gedreht hast.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





