
Innovation Made in China: Warum Südostasien positiver auf Chinas Expansion blickt als der Westen
Innovation Made in China : Warum Südostasien positiver auf Chinas Expansion blickt als der Westen Von Hendrik Ankenbrand, Singapur , Gustav Theile, Shanghai 10.05.2026, 16:41Lesezeit: 4 Min. BYD-Stand auf der Automesse...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Innovation Made in China : Warum Südostasien positiver auf Chinas Expansion blickt als der Westen Von Hendrik Ankenbrand, Singapur , Gustav Theile, Shanghai 10. 2026, 16:41Lesezeit: 4 Min. BYD-Stand auf der Automesse in Jakarta: Die Zeit, in der alles aus China als minderwertig galt, ist vorbei.
APWährend im Westen die Angst vor China wächst, wecken dessen Produkte in der asiatischen Nachbarschaft Begeisterung. Deutschland hingegen verliert. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Als die chinesische Restaurantkette Haidilao jüngst in Indonesien verraten hat, an welchen sechs Orten der Insel Borneo sie Hotpot-Filialen eröffnet, gab es einen Aufschrei auf Tiktok.
Die Einzelheiten
Warum die Chinesen nicht nach Banjarmasin kämen, schluchzte es unter weinenden Emojis. Was mit Sampit sei, Kapuas, Palangka Raya, der Hauptstadt der Provinz Zentralkalimantan? Er hätte sich so gefreut, im Heimaturlaub in Palangka bei Haidilao zu speisen, schrieb Nutzer „Anstd“.
Der brodelnde Feuertopf, in dessen Chilibrühe Fleisch und Gemüse geworfen werden, sei „sooo lecker“. Doch die Stadt sei nicht auserwählt. Es ist ein erstaunlicher Gefühlsausbruch, den Indonesien dieser Tage erlebt, wenn es um Waren und Dienstleistungen Made-in-China geht.
Vor Kurzem noch galt die Milliardennation aus dem Norden dem Inselstaat am Äquator als bedrohlich. In die 200 Seemeilen lange exklusive Wirtschaftszone vor Borneo dringen immer wieder chinesische Fischerboote ein. Als die Indonesier einmal einen Kutter festgesetzt hatten, rammte Chinas Küstenwache den Landsleuten den Weg sofort wieder frei.
Was Experten sagen
Zwei Drittel der Indonesier sehen China positivIndonesiens Vorbehalte gegen China reichen bis in die Kolonialzeit des heute 280 Millionen Menschen zählenden Landes zurück, in der die niederländischen Besatzer chinesische Händler bevorzugt hatten. Als die indonesische Bevölkerung in der Asienkrise 1998 gegen die eigene Regierung auf die Straße ging, zündeten Provokateure in Jakartas Chinatown zahlreiche Geschäfte der chinesischen Minderheit an. Noch während der landesweiten Unruhen im vergangenen Jahr, die sich gegen die korrupten Eliten richteten, wurden wieder Beschuldigungen gegen sogenannte „Alibaba“-Unternehmen laut.
Die Vorwürfe lauteten: Chinesisches Kapital plündere unter der Tarnung indonesischer Strohmänner den Reichtum des Landes aus. Zu neuen Ausschreitungen gegen chinesische Läden kam es allerdings nicht. Dafür hat sich die Stimmung gegenüber China mittlerweile zu sehr ins Positive gedreht.
In einer Ende vergangenen Jahres veröffentlichten Umfrage des Center for Economic and Law Studies (Celios) aus Jakarta betrachteten zwei Drittel der befragten Indonesier China mit guten Gefühlen. Das zeigt sich unter anderem darin, dass China unter jungen Indonesiern zum beliebtesten Studienziel aufgestiegen ist.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





