
Insolvenzverfahren: Warum Signa-Gläubiger auf Benkos Privatstiftung setzen
Insolvenzverfahren : Warum Signa-Gläubiger auf Benkos Privatstiftung setzen Von Michaela Seiser, Wien 18.05.2026, 08:27Lesezeit: 5 Min. Das ehemalige Schlosshotel Igls wurde 2016 von der Gesellschaft Schlosshotel Igls...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Insolvenzverfahren : Warum Signa-Gläubiger auf Benkos Privatstiftung setzen Von Michaela Seiser, Wien 18. 2026, 08:27Lesezeit: 5 Min. Das ehemalige Schlosshotel Igls wurde 2016 von der Gesellschaft Schlosshotel Igls gekauft, die großteils Benkos Laura Privatstiftung gehört.
Das Hotel wurde abgerissen und auf dem mehrere Tausend Quadratmeter großen Areal ein Luxusanwesen errichtet. Picture AllianceMit einem zentralen Vermögensvehikel im gefallenen Signa-Reich beginnt das Insolvenzverfahren. Angemeldete Milliardenforderungen treffen in der Laura Privatstiftung auf fragliche Werte.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App In der Aufarbeitung des Zusammenbruchs des Immobilienkonzerns Signa beginnt das Insolvenzverfahren der Laura Privatstiftung mit einem ersten Verhandlungstag vor Gericht (Tagsatzung) an diesem Montag. Es handelt sich um jenes Vermögensvehikel, das 2006/07 von Signa-Gründer René Benko und seiner Mutter errichtet worden war und über Jahre ein zentraler Halter von Beteiligungen im Benko/Signa-Kosmos war. Angemeldet sind rund 1,7 Milliarden Euro an Forderungen.
Anerkannt werden dürfte nach Einschätzung von Insolvenzverwalter Stefan Geiler und des österreichischen Gläubigerschutzverbandes KSV1870 zunächst nur ein geringer Teil, wohl im Bereich eines zweistelligen Millionenbetrags. Das folgt dem Muster der schon laufenden Verfahren gegen Benko als Einzelunternehmer und die Familie Benko Privatstiftung: hohe Anmeldesummen und vorerst geringe festgestellte Forderungen, weil die Prüfung komplex ist und Beteiligungswerte erst zu unterlegen sind. Auslöser der Insolvenzeröffnung war eine Kaskade von ICC‑Schiedssprüchen in Genf.
Darunter spielen jene zugunsten des Signa-Gläubigers Mubadala - Staatsfonds aus Abu Dhabi eine Rolle, welche die Laura Privatstiftung und weitere Signa‑Gesellschaften zu Zahlungen von insgesamt über 900 Millionen Euro verpflichteten. Diese resultieren aus behaupteten Vertragsverletzungen von Finanzierungsvereinbarungen der Signa. Gegen weitere am Schiedsverfahren beteiligte Rechtsträger der Gruppe sind in Österreich schon Insolvenzverfahren eröffnet.
Was Experten sagen
Dies erhöht den Druck, weil wechselseitige Ansprüche und Haftungen quer über die Gruppenstruktur rechtlich und wirtschaftlich erst auseinanderzudividieren sind. Vermögenswerte sind unklarDie Passivseite ist mit mehr als einer Milliarde Euro umrissen. Die Aktivseite bleibt diffus.
Medial wurde berichtet, im Sommer 2023 habe die Stiftung Vermögenswerte von rund 750 Millionen Euro gehalten, für 2024 seien rund 250 Millionen Euro ausgewiesen worden. Der Insolvenzverwalter spricht von Wertberichtigungen und einem substanziellen Wertverfall im Gefolge des Signa-Kollapses.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





