
Irankrieg und Hormus-Blockade: Für Asien ist grüner Strom nicht Klimaschutz, sondern Sicherheit
Irankrieg und Hormus-Blockade : Für Asien ist grüner Strom nicht Klimaschutz, sondern Sicherheit Ein Kommentar von Hendrik Ankenbrand, Singapur 05.05.2026, 08:15 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Energiekrise...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Irankrieg und Hormus-Blockade : Für Asien ist grüner Strom nicht Klimaschutz, sondern Sicherheit Ein Kommentar von Hendrik Ankenbrand, Singapur 05. 2026, 08:15 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Energiekrise in Indien: Menschen stehen Schlange, um einen LPG-Zylinder mit Kochgas zu ergattern.
EPA Von den Philippinen bis Pakistan schwenken die asiatischen Schwellenländer auf Sonnen- und Windkraft um. Klimaschutz ist jedoch nicht ihr Ansinnen, sondern etwas anderes. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der Irankrieg hat eine Energiekrise historischen Ausmaßes hervorgebracht.
Die Einzelheiten
Doch die Folgen zeigen sich sehr unterschiedlich auf der Welt. Die hohen Preise an den deutschen Tankstellen sorgen für Ärger, aber leere Autobahnen wie während der Ölkrise der Siebzigerjahre gibt es nicht. Anders als in Asien .
Dort haben die Regierungen von Schwellenländern wie den Philippinen Fahrverbote verhängt, seit kein Öl mehr durch die Straße von Hormus ankommt. In den indischen Millionenstädten kochen die Menschen in ihren Wohnungen über offenem Feuer mit Holz von der Baustelle, seit das Flüssiggas vom Golf ausbleibt. In Asiens Energiewende ist die Freiheit von fremden Mächten das Ziel Weil Asien anders als Europa und die USA sein Öl und Gas hauptsächlich aus dem Nahen Osten bezieht, ist die eben noch wachstumsstärkste Region seit zwei Monaten in echter Not.
Das ist der Grund, warum sich die Philippinen, Indonesien, Malaysia, Indien und Pakistan nun fast täglich mit neuen Ankündigungen zum immer schnelleren Ausbau der Erneuerbaren überschlagen. Der industrielle Riese China investiert bereits seit langer Zeit Rekordsummen in die Produktion von Anlagen zur Erzeugung von Strom durch Sonne und Wind. In den ärmeren Schwellenländern hingegen galt die Errichtung von Solarfeldern und Turbinenparks lange Zeit als teuer und schwierig, verglichen mit dem Verbrennen fossiler Energie.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





