
Israel auf der Biennale in Venedig: Mitarbeitende bestreiken eigene Pavillons
Kunstschau in Venedig Anti-Israel-Demonstranten bestreiken Biennale-Pavillons Einige populäre Länderausstellungen bei der Kunst-Biennale in Venedig bleiben an diesem Freitag geschlossen. Mitarbeitende streiken aus...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Kunstschau in Venedig Anti-Israel-Demonstranten bestreiken Biennale-Pavillons Einige populäre Länderausstellungen bei der Kunst-Biennale in Venedig bleiben an diesem Freitag geschlossen. Mitarbeitende streiken aus Protest gegen die Teilnahme Israels. Betroffen ist auch der populäre Pavillon aus Österreich.
57 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Propalästinensische Aktivisten bei einer Protestveranstaltung vor dem israelischen Pavillon am Mittwoch Foto: Marco Bertorello / Der österreichische Beitrag zur diesjährigen Kunstbiennale, »Seaworld Venice«, hat mit viel nackter Haut und Fäkalien für Aufsehen gesorgt.
Die Einzelheiten
An den Besichtigungstagen für Presse und Kunstwelt stand das Publikum Schlange, um das Werk der Performancekünstlerin Florentina Holzinger anzusehen. Lesen Sie hier mehr über eine Weltkunstschau unter großem Einsatz (oft weiblicher) Körper. Doch am Freitag standen sie beim österreichischen Pavillon vor geschlossenen Türen.
Das berichten die »New York Times « und der ORF . Grund war ein breit angelegter Protest gegen die Teilnahme Israels an der Schau in Venedig. Die Aktivistengruppe »Art Not Genocide Alliance« (ANGA) hatte den Streik organisiert.
Die Organisation hatte bereits einen offenen Solidaritätsbrief für die Palästinenserinnen und Palästinenser an die Biennale-Leitung gerichtet, unterschrieben von 236 Teilnehmenden und »Kunstarbeitern«. Im Streikaufruf richtete sie sich gegen »Artwashing« und »kulturelle Mitschuld an Gewalt«. Bild vergrößern Performance-Szene aus österreichischem Beitrag »Seaworld Venice« (am Dienstag) Foto: Marco Bertorello / In einem Statement an die österreichische Nachrichtenagentur APA hieß es, das Team der »Seaworld Venice« im Österreich-Pavillon bestehe aus mehr als 17 Nationen.
Was Experten sagen
Einige Teammitglieder hätten sich dazu entschlossen, an dem Streik teilzunehmen, daher werde der österreichische Pavillon von 10 bis 19 Uhr geschlossen bleiben. Laut »New York Times« seien auch die Ausstellungen aus Belgien, Ägypten, Japan, den Niederlanden und Südkorea am Freitag geschlossen geblieben. Die Hauptausstellung »In Minor Keys« hingegen blieb geöffnet; an einzelnen Kunstwerken seien aber Palästinaflaggen oder Poster befestigt gewesen.
Die Leitung der Biennale teilte der US-Zeitung mit, die Streiks beträfen »weder das Personal noch die Organisation« der Kunstschau. Man sei »entschlossen, einen geordneten Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten – aus Respekt vor der Meinungsfreiheit und der Pluralität der Standpunkte. « Mehr zum Thema Weltkunstschau voller Körperlichkeit: Die Urinale von Venedig Aus Venedig berichtet Ulrike Knöfel Protest gegen Russland: Nackte Fakten und »Fuck Putin« – bringt das was?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





