
Julian Nagelsmann und sein WM-Kader: Kleiner Befreiungsschlag
Bild vergrößern Julian Nagelsmann in Frankfurt bei der Kaderbekanntgabe Foto: Ronald Wittek / EPA Bundestrainer Nagelsmann Die »Matschrübe« ist überstanden Bundestrainer Julian Nagelsmann stand wegen der...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Bild vergrößern Julian Nagelsmann in Frankfurt bei der Kaderbekanntgabe Foto: Ronald Wittek / EPA Bundestrainer Nagelsmann Die »Matschrübe« ist überstanden Bundestrainer Julian Nagelsmann stand wegen der Torwartentscheidung heftig in der Kritik. Bei der WM-Kaderbekanntgabe schaffte er einen kleinen Befreiungsschlag – auch dank der Socken des geschassten Keepers. Von Ron Ulrich, Frankfurt am Main 21.
22 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen.
Die Einzelheiten
Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. Die gesamte (Fußball-)Nation blickte am Donnerstag auf Julian Nagelsmann – und auf seine Beine. Der Bundestrainer trug bei der Verkündung des WM-Kaders auffällige Socken zur Schau, mit Zuckerstangen-Motiv.
»Die habe ich tatsächlich mal von Olli Baumann geschenkt bekommen«, sagte der Bundestrainer strahlend. Ausgerechnet also von dem Keeper, dessen Degradierung die Sport-Schlagzeilen der vergangenen Woche dominiert hatte. Es habe sich dabei um einen Fehlgriff gehandelt, verriet Nagelsmann, bei den Socken wohlgemerkt: Eigentlich hatte er Herzchen-Strümpfe anziehen wollen.
Dass die Strümpfe mehr als eine Fußnote waren an diesem Tag, lag an den Turbulenzen im Vorfeld. An der Kritik, die auf Nagelsmann eingeprasselt war ob seiner unglücklichen Kommunikation, oder besser gesagt: der ausgebliebenen Kommunikation bei seinem Auftritt im ZDF-»Sportstudio«. Bild vergrößern Nagelsmanns Socken Foto: Ronald Wittek / EPA Ungewohnt schmallippig und schnippisch war der Bundestrainer zuletzt gewesen.
Was Experten sagen
»Das Amt holt ihn gerade ein«, hatte der ehemalige Nationalspieler Thomas Hitzlsperger im BR treffend analysiert. Am Donnerstag, in der Futsal-Halle des DFB-Hauptquartiers in Frankfurt, saß plötzlich wieder ein anderer Julian Nagelsmann auf der Bühne. Locker und leicht erklärte er seine Entscheidungen – oder eben seine Sockenwahl.
Da war der Bundestrainer von 2026 wieder jener von der EM 2024. Nicht belehrend oder bärbeißig, sondern erfrischend ehrlich wie vor dem Heimturnier. Vielleicht war es Zufall, aber in jedem Fall bemerkenswert, dass Nagelsmann die Socken jenes Torwarts trug, den er mit seiner Verkündung gleichzeitig bloßstellte.
Oliver Baumann geht in die WM als Nummer zwei, Manuel Neuer kehrt zurück ins deutsche Tor. Noch am Samstag hatte der Hoffenheimer vor Fernsehkameras erzählt, dass er nach seinem Stand die Nummer eins sei – obwohl alle Welt schon über seine Abdankung debattierte. »Vielleicht sagt der Trainer ja im »Sportstudio« etwas dazu«, schob Baumann matt nach.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




