
Kampf gegen Übernahme: Commerzbank baut 3000 Stellen ab und will mehr Gewinn
Kampf gegen Übernahme : Commerzbank baut 3000 Stellen ab und will mehr Gewinn Von Hanno Mußler 08.05.2026, 07:48Lesezeit: 5 Min. Hoch hinaus: Die Commerzbank setzt sich im Kampf gegen die Übernahme durch die Unicredit...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Kampf gegen Übernahme : Commerzbank baut 3000 Stellen ab und will mehr Gewinn Von Hanno Mußler 08. 2026, 07:48Lesezeit: 5 Min. Hoch hinaus: Die Commerzbank setzt sich im Kampf gegen die Übernahme durch die Unicredit ehrgeizige Renditeziele.
ReutersDas Kreditinstitut setzt sich ehrgeizige Ziele und verschärft den Abbau von Jobs. Das soll die Aktionäre abhalten, ihre Anteile an Unicredit zu verkaufen. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Commerzbank wehrt sich im Kampf gegen eine Übernahme durch die italienische Bank Unicredit mit höheren Renditezielen.
Die Einzelheiten
Wie das Kreditinstitut am Freitag mitteilte, will es bis 2028 eine Nettoeigenkapitalrendite von 17 Prozent und bis 2030 sogar eine Rendite von 21 Prozent erreichen. Bisher galt die Vorgabe, bis 2028 für die Aktionäre 15 Prozent auf das Eigenkapital zu verdienen. Mit den höheren Renditezielen verbunden ist auch ein stärkerer Stellenabbau um weitere 3000 Arbeitsplätze.
Schon bisher war mit dem Betriebsrat vereinbart, bis 2028 von 25. 000 Arbeitsplätzen im Inland 3300 zu streichen. Nun erlaubt der stärkere Einsatz von Künstlicher Intelligenz der Bank nach eigenen Angaben, „zehn Prozent ihrer Kapazitäten freizusetzen“.
Eckpunkte für einen „sozialverträglichen“ Stellenabbau über Altersteilzeit und Abfindungen seien schon mit den Arbeitnehmervertretern vereinbart, hieß es am Freitag. Zuletzt hatte die Commerzbank im Februar 2025 ihre Strategie verschärft. Seither gilt die Vorgabe, im Jahr 2028 höchstens 50 Cent aufwenden zu müssen, um einen Euro zu erlösen.
Was Experten sagen
Nun soll diese Kosten-Ertrags-Quote bis 2028 auf 48 und bis 2030 sogar auf 43 Prozent sinken. 2025 war die Commerzbank indes kaum vom Fleck gekommen und hatte eine Eigenkapitalrendite von knapp neun Prozent und eine Kosten-Ertrags-Quote von 57 Prozent erreicht. Commerzbank übertrifft Gewinnerwartungen im ersten Quartal 2026Im Jahr 2026 hat sich die Commerzbank bisher etwas verbessert.
Wie das Kreditinstitut ebenfalls am Freitagmorgen bekannt gab, verdiente es im ersten Quartal 913 Millionen Euro nach Steuern, das sind 9 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Analysten hatten zuvor im Durchschnitt mit einem Nettogewinn von knapp 900 Millionen Euro gerechnet. Die Eigenkapitalrendite betrug im ersten Quartal 2026 gute 12,7 Prozent, lag also auf dem Niveau, das sich zum Beispiel die Deutsche Bank erst für 2028 vorgenommen hat.
Im Gesamtjahr 2026 will die Commerzbank nun mindestens 3,4 Milliarden Euro netto verdienen, es wäre ein neuer Rekordwert in der gut 150 Jahre alten Unternehmensgeschichte. Bisher hatte sich der Vorstand für 2026 an Nettogewinn 3,2 Milliarden Euro vorgenommen. Im Jahr 2030 soll der Nettogewinn sogar bis auf 5,9 Milliarden Euro klettern.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





