
KanzlerRede beim DGB: Gelungene Generalprobe für eine Merz-Agenda
KanzlerRede beim DGB : Gelungene Generalprobe für eine Merz-Agenda Ein Kommentar von Dietrich Creutzburg, Berlin 12.05.2026, 19:53Lesezeit: 2 Min. Mit Protest empfangen: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) als Gastredner...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. KanzlerRede beim DGB : Gelungene Generalprobe für eine Merz-Agenda Ein Kommentar von Dietrich Creutzburg, Berlin 12. 2026, 19:53Lesezeit: 2 Min. Mit Protest empfangen: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) als Gastredner auf dem Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)EPADeutschland muss wissen, ob der Kanzler im Bundestag eine Mehrheit hat für seine Politik.
Den ersten Schritt zu einer Klärung hat er in seiner Rede beim Gewerkschaftsbund getan. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat vor den Delegierten des Deutschen Gewerkschaftsbundes keine „Agenda-Rede“ gehalten. Denn solche Reden hält ein Kanzler vor dem Bundestag.
Die Einzelheiten
Ihm schuldet die Regierung Vorschläge, mit welchen Reformen die Kluft zwischen wachsenden Sozialstaatskosten und schwindender Wirtschaftskraft zu schließen ist. Dessen Abgeordnete haben zu entscheiden, mit welcher Politik gesellschaftlicher Interessenausgleich gelingen soll. Der DGB-Kongress mag sich als „Parlament der Arbeit“ verstehen.
Aber diese Kompetenz hat er nicht. Sozialausgaben rauf oder runter – beides zugleich geht nichtDennoch hat Merz dort eine beachtenswerte Rede abgeliefert. Denn er nutzte die Chance, vor schwieriger Kulisse eine ökonomisch-politische Fundierung jener Reformvorhaben abzuliefern, für die er als Kanzler angetreten ist.
Er wich der Herausforderung durch das abgeneigte Publikum nicht etwa mit einem belanglosen Loblied auf die Sozialpartnerschaft aus. Stattdessen stellte er den Kern des Reformkonflikts klar und offen in den Raum: Seiner Analyse zufolge ist die seit Jahren andauernde Krise der deutschen Wirtschaft ganz wesentlich eine Kostenkrise; Absatzchancen der Unternehmen auf den Weltmärkten und mögliche Investitionen im Inland werden nicht zuletzt durch steigende Sozialaus- und -abgaben verdrängt. Demgegenüber leiten die Gewerkschaften und – was erschwerend hinzukommt – große Teile der SPD aus dieser Krise den Ruf nach weiteren Sozialstaatsexpansionen im Namen der „Gerechtigkeit“ ab.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





