
Katastrophenschutz: Alexander Dobrindt will offenbar Milliarden investieren
Für Kriegs- und Anschlagsfall Bund will offenbar zehn Milliarden Euro in Katastrophenschutz investieren »Wir rüsten auf«: Innenminister Dobrindt plant, den Zivilschutz zu stärken. Eine neue Kommandostruktur, zusätzliche...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Für Kriegs- und Anschlagsfall Bund will offenbar zehn Milliarden Euro in Katastrophenschutz investieren »Wir rüsten auf«: Innenminister Dobrindt plant, den Zivilschutz zu stärken. Eine neue Kommandostruktur, zusätzliche Fahrzeuge und ein Warnsystem sollen die Bevölkerung schützen. Auch für Schulen könnte sich etwas ändern.
55 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Innenminister Alexander Dobrindt Foto: Mauersberger / IMAGO Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will die Kapazitäten beim Zivilschutz für den Kriegs- und Anschlagsfall massiv ausbauen.
Die Einzelheiten
»Wir rüsten auf beim Bevölkerungsschutz und der zivilen Verteidigung«, sagte Dobrindt der »Bild« . Das Kabinett will das Paket offenbar am Mittwoch beschließen. Der Plan sieht demnach milliardenschwere Investitionen, eine neue Kommandostruktur und ein verbessertes Warnsystem vor.
Wie »Bild« unter Berufung auf einen Kabinettsentwurf berichtet, geht es um ein Sonderprogramm in Höhe von zehn Milliarden Euro. Einheitliche Ausbildung und Zivilschutz-UnterrichtDie Mittel sollen in zusätzliche Ausrüstung, Gebäude sowie Personal und Technik fließen, etwa beim Technischen Hilfswerk. Laut dem Bericht sollen bis 2029 unter anderem 1000 neue Spezialfahrzeuge und 110.
000 Feldbetten angeschafft werden. Um zivile und militärische Verteidigung besser zu verbinden, solle im Innenministerium zudem eine neue Stabsstelle mit dem Namen »Kommando zivile Verteidigung« eingerichtet werden. Sie solle die Planung und Koordination zentral verantworten.
Was Experten sagen
Ziel sei mehr »Sicherheit und Resilienz«, so Dobrindt. In der Ausbildung sollen bundesweit einheitliche Standards für Einsatzkräfte etabliert werden, etwa für Rettungseinsätze nach Anschlägen mit chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Materialien. Dobrindt plant laut einem Bericht der Nachrichtenagentur darüber hinaus eine Art Zivilschutzunterricht an Schulen.
Mehr zum Thema Sorgen vor einem Krieg in Deutschland: Manche bauen sich Bunker – andere lernen zu schießen Vorbereitung auf den Kriegsfall: Länder fürchten Panikmache wegen Zivilschutzübungen in Schulen Warnung vom Roten Kreuz: Deutsche Bevölkerung im Kriegsfall kaum geschützt Um die Menschen besser warnen und leiten zu können, sollen ferner alle öffentlichen Schutzräume wie Bunker, gesicherte Keller oder U-Bahnhöfe bundesweit erfasst werden. Diese Informationen sollen in das digitale Warnsystem des Bundes und die Notfall-Informations- und Nachrichten-App (Nina-App) integriert werden. Damit solle an jedem Standort der schnellste Weg zu einem Schutzraum angezeigt werden können.
Die Ukraine, Gaza, Iran: Die Konflikte der Gegenwart lösen in Deutschland ein neues Unbehagen aus. Gibt es bald einen Krieg, der bis hierher reicht? Einige bereiten sich auf den Ernstfall vor.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





