
Klaus Wowereit ist stolz auf den Satz »Ich bin schwul und das ist auch gut so«
25 Jahre »Ich bin schwul und das ist auch gut so« Klaus Wowereit ist stolz auf legendären Satz Ein einziger Satz kann politische Karrieren beenden – oder Geschichte schreiben. Im Juni 2001 hatte Klaus Wowereit sein...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: 25 Jahre »Ich bin schwul und das ist auch gut so« Klaus Wowereit ist stolz auf legendären Satz Ein einziger Satz kann politische Karrieren beenden – oder Geschichte schreiben. Im Juni 2001 hatte Klaus Wowereit sein berühmtes Coming-out. Nun warnt er vor wachsender Intoleranz.
02 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Klaus Wowereit Foto: IPON / IMAGO Berlins früherer Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, 72, sieht 25 Jahre nach seinem öffentlichen Coming-out teilweise eine Rückwärtsentwicklung bei der Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben.
Die Einzelheiten
»Es gibt Fortschritte, vor allem im rechtlichen Bereich. Gleichzeitig sehen wir aber auch gesellschaftliche Rückschritte«, sagte Wowereit. »Man hat den Eindruck, dass es auch wieder zunimmt mit Intoleranz, Anfeindungen und Übergriffen.
Das ist auch in einer toleranten Stadt wie Berlin ein großes Problem«, so Wowereit. Als Gesellschaft müsse man aufpassen, dass man diese Formen von Diskriminierung und Hass nicht zulasse. »Da waren wir schon mal weiter.
Die Intoleranzen sind nicht weg, sondern werden teilweise geschürt und verstärkt. Das ist eine Entwicklung, die man sehr ernst nehmen muss. « Es gebe Ängste in Teilen der Gesellschaft, die von bestimmten Parteien politisch instrumentalisiert würden.
Was Experten sagen
Hinzu kämen kulturelle und religiöse Prägungen in Gruppen, in denen Intoleranz teilweise noch verankert sei, sagte Wowereit. »Wenn in bestimmten Religionen offen gegen Homosexualität gepredigt wird, dann braucht man sich auch nicht zu wundern, dass junge Männer diese Haltung übernehmen. « »Dieser Satz kam spontan«Wowereit wurde am 10.
Juni 2001 mit seiner Rede auf einem Sonderparteitag der Berliner SPD mit einem Satz berühmt: »Damit auch keine Irritationen hochkommen, liebe Genossinnen und Genossen, ich sag’s euch auch und wer’s noch nicht gewusst hat: Ich bin schwul, und das ist auch gut so, liebe Genossinnen und Genossen. « Wowereit wusste, dass seine sexuelle Orientierung in Teilen der SPD, der Medien und der Schwulenszene schon länger bekannt war. Seine Berater hätten ihm aber davon abgeraten, das öffentlich auf dem Parteitag zu thematisieren.
»Das war damals noch eine andere Zeit, in der man eher sagte: Wenn schon, dann bitte nicht darüber sprechen. « Dann habe er aber gehört, dass gezielt nach negativen Geschichten gesucht worden sei, so Wowereit. »Dafür muss man sich nicht rechtfertigen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





