
Krankenkassenreform: Kassenärzte warnen vor Millionen weniger Arztterminen
Millionen bedrohte Praxistermine? Kassenärzte befürchten Terminkollaps wegen Krankenkassenreform Um den Anstieg der Krankenkassenbeiträge zu stoppen, hat die Koalition Sparmaßnahmen auf den Weg gebracht. Gekürzt wird...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Millionen bedrohte Praxistermine? Kassenärzte befürchten Terminkollaps wegen Krankenkassenreform Um den Anstieg der Krankenkassenbeiträge zu stoppen, hat die Koalition Sparmaßnahmen auf den Weg gebracht. Gekürzt wird unter anderem bei Arztpraxen.
Kassenmediziner warnen nun vor deutlich weniger Terminen. 51 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
Die Einzelheiten
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Wird es künftig noch schwerer, an Arzttermine zu kommen? Genau davor warnen die Kassenärzte Foto: ddp Kassenärzte erwarten wegen der geplanten Einsparungen im Gesundheitswesen im kommenden Jahr deutlich weniger Behandlungen in den Arztpraxen. Nach Berechnungen der Kassenärztlichen Vereinigungen wären durch die geplanten Sparmaßnahmen rund 46 Millionen Behandlungsfälle nicht finanziert.
Die »Bild« hatte zuerst über ein entsprechendes Papier der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) berichtet. Hausärzte und Allgemeinmediziner, die bisher im Schnitt 984 Patientinnen und Patienten pro Quartal behandelten, könnten demnach nur noch 892 Fälle behandeln. Bei Kinderärzten würde die Zahl der maximal versorgten Patienten rechnerisch von 1189 auf 1124 sinken.
Sparpaket soll Beitragsanstieg stoppenDas Bundeskabinett hatte Ende April ein Sparpaket für das Gesundheitswesen auf den Weg gebracht, das noch durch Bundestag und Bundesrat muss. Es soll den stetigen Anstieg der Krankenkassenbeiträge stoppen, mit dem die steigenden Kosten im System immer wieder aufgefangen wurden. Die gesetzlichen Krankenkassen sollen mit dem Paket 2027 um 16,3 Milliarden Euro entlastet werden.
Was Experten sagen
Das ist etwas mehr als das erwartete Defizit von 15,3 Milliarden Euro, das damit geschlossen werden soll. Geplant sind Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und Pharmabranche – aber auch höhere Zuzahlungen für Medikamente, höhere Beiträge für Gutverdiener und Einschränkungen der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern. Bei Ärzten und Kliniken sollen Vergütungsanstiege begrenzt werden.
Bei Praxen sollen mehrere Extra-Zahlungen wegfallen. Grundlage für die Reformen waren Empfehlungen, die eine Expertenkommission vor vier Wochen vorgelegt hatte. Lesen Sie hier , was die Einigung zur Gesundheitsreform konkret für Versicherte bedeutet.
KBV-Chef: »heckenschnittartiges Spargesetz«KBV-Chef Andreas Gassen nannte das Paket gegenüber der »Bild« »ein heckenschnittartiges Spargesetz«. Komme es in der bisher vorliegenden Form, werden die Kassenärztlichen Vereinigungen das ambulante Leistungsangebot reduzieren müssen, so Gassen. Schon heute würden viele Untersuchungen und Behandlungen nicht bezahlt, heißt es in dem Papier.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





