
Krimi „Noch fünf Tage“: Ist Gift im Essen, fragt man als Erstes die Köchin
Krimi „Noch fünf Tage“ : Ist Gift im Essen, fragt man als Erstes die Köchin Von Maria Wiesner 06.05.2026, 21:54Lesezeit: 3 Min. Bei Helena Falke feiert eine Familie Silvester in Davos – und überlebt die Nacht...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Krimi „Noch fünf Tage“ : Ist Gift im Essen, fragt man als Erstes die Köchin Von Maria Wiesner 06. 2026, 21:54Lesezeit: 3 Min. Bei Helena Falke feiert eine Familie Silvester in Davos – und überlebt die Nacht nicht.
dpaFünf Tage Restlebenszeit und eine Verbeugung vor Thomas Mann: Helena Falke blickt aus der Sicht einer Angestellten auf das tödliche Spiel der Superreichen. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Den Mörder als Erstes unter den Bediensteten zu vermuten, ist ein Klischee, das vor allem klassische britische Kriminalromane verfestigt haben. Wenn im Landsitz der reichen Familie jemand zu Tode kommt, fällt der Verdacht des Detektivs als Erstes auf den Butler, Gärtner oder Koch.
Die Einzelheiten
Helena Falke (das Pseudonym „einer mehrfach ausgezeichneten deutschsprachigen Autorin“, wie der Klappentext verrät) nimmt für ihren Kriminalroman „Noch fünf Tage“ dieses Klischee, bearbeitet es mit dem Pürierstab und gibt eine große Prise Whodunit dazu. Natürlich, so klassisch darf es sein, beginnt die Handlung mit Mord. Eine ganze Familie hat das Festessen in der Silvesternacht nicht überlebt.
Die Harmans waren Milliardäre, die Feiertage hatten sie auf ihrem Anwesen in Davos verbracht. Während die Polizei die Leichen des Ehepaars und der beiden Kinder untersucht und eine Vergiftung als Todesursache erkennt, transportieren die Rettungssanitäter die einzige Überlebende des Dramas ins Krankenhaus: die Spitzenköchin Lis Castrop. Recht schnell stehen die Polizisten vor deren Krankenbett, denn bei Gift fragt man am besten die Köchin, wie es ins Essen geraten ist.
Die Ermittler machen keinen Hehl daraus, dass sie Lis für die Hauptverdächtige halten – auch wenn sie selbst eine gute Portion der tödlichen Substanz abbekommen hat und die Ärzte ihr nur noch fünf Tage zu leben geben. Warum im Flugzeug so viele Gäste Tomatensaft bestellen„Ich habe beschlossen, dass die Uhr meine Freundin ist. Wenn ich die zwei Blonden im Krankenwagen wörtlich nehme, bleiben mir noch 110 Stunden und 48 Minuten.
Was Experten sagen
Schließlich habe ich mal ein Sieben-Gänge-Menü für zwölf Leute in weniger als dreieinhalb Stunden zubereitet“, sagt sich Lis Castrop und beginnt vom Krankenbett aus ihre Erinnerungen nach Anhaltspunkten zu durchforsten. Helena Falke: „Noch fünf Tage“. SuhrkampWer auch immer Helena Falke ist, Thomas Manns „Der Zauberberg“ hat sie gelesen, sie winkt dem Klassiker nicht nur mit dem Namen ihrer Hauptfigur und dem Schauplatz ihres Romans, auch die Idee, die Handlung komplett vom Zimmer im Krankenhaus mit Blick über die Berge aus zu erzählen, kann als Verbeugung verstanden werden.
Der Rest ist Krimihandwerk. Falke gliedert ihren Roman entsprechend der von den Ärzten gegebenen Prognose als Countdown in fünf Teile – für jeden Tag einen –, zudem beginnt jedes Kapitel mit den Ziffern der Digitaluhranzeige und macht den Zeitdruck deutlich, unter dem Lis steht, während ihre Kräfte immer mehr schwinden.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





