
Lage der Landwirte: Die Bauern brauchen eine andere Sprache
Lage der Landwirte : Die Bauern brauchen eine andere Sprache Ein Kommentar von Anne Kokenbrink 26.06.2026, 07:14Lesezeit: 2 Min. Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, spricht auf dem Bauerntag in...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Lage der Landwirte : Die Bauern brauchen eine andere Sprache Ein Kommentar von Anne Kokenbrink 26. 2026, 07:14Lesezeit: 2 Min. Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, spricht auf dem Bauerntag in Freiburg.
dpaAuf dem Bauerntag zeichnet Präsident Rukwied abermals das Bild der notleidenden Landwirtschaft. So pauschal greift es zu kurz. Die Branche redet zu wenig über ihre Zukunft.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App An Kritik spart Bauernpräsident Joachim Rukwied auch auf dem diesjährigen Bauerntag in Freiburg nicht. Viele Punkte kommen dem jährlichen Zuhörer bekannt vor: Vom lange ersehnten Politikwechsel sei nichts zu spüren, Berlin und Brüssel lieferten nicht, die Lage auf den Höfen sei existenzbedrohend. Die Klagen der Landwirte sind in Teilen nachvollziehbar, doch greift der Bauernpräsident mit seiner Pauschalkritik zu kurz.
Rukwied beklagte, bei „nahezu allen“ Produkten seien die Preise „desaströs“. In dieser Pauschalität ist das falsch. Für Schweinehalter ist es derzeit tatsächlich schwierig, kostendeckend zu wirtschaften.
Doch dabei handelt es sich immer nur um eine Momentaufnahme. Vor wenigen Monaten erzielten dieselben Betriebe noch ein Drittel mehr. Zum Bild gehört auch, dass die Marktlage nicht überall so desaströs ist; die Geflügel- und Rinderhaltung etwa sind stabiler, als suggeriert wird.
Was Experten sagen
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Das Narrativ des notleidenden LandwirtsDoch das Narrativ des notleidenden Landwirts verfolgt der Verband nicht ohne Grund. Es sichert Transferleistungen und legitimiert Maximalforderungen, so auch die nach einem 500 Milliarden Euro schweren Agrarbudget, ohne Kompromissbereitschaft oder Reformangebote.
Ziel müsste es sein, die Abhängigkeit der Höfe von Subventionen zu senken und Anreize zu schaffen, wettbewerbsfähiger zu werden. Die Lage ist längst nicht so düster, wie sie dargestellt wird. Bauern sind Preisschwankungen gewohnt und können damit umgehen.
Es sind die Rahmenbedingungen, die ihnen zusetzen. Hier hat sich zumindest einiges verbessert, das die Bauern anerkennen sollten. Die Mühlen in Brüssel und Berlin mahlen langsam, und eine so heterogene Branche lässt sich nicht pauschal entlasten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





