
Laufsport: Sind Langstrecken für Kinder und Jugendliche zu gefährlich?
Bild vergrößern Kinder-Massenstart in Hannover, Ende April: Viele Veranstalter bieten als Alternative zum Marathon auch Kinder-, Schüler- und Familienläufe an Foto: Bernd Günther / IMAGO Ausdauersport Tod einer...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Bild vergrößern Kinder-Massenstart in Hannover, Ende April: Viele Veranstalter bieten als Alternative zum Marathon auch Kinder-, Schüler- und Familienläufe an Foto: Bernd Günther / IMAGO Ausdauersport Tod einer 15-Jährigen – sind lange Laufstrecken für Jugendliche zu gefährlich? Beim Halbmarathon in Leiden ist eine 15-jährige Läuferin gestorben. Hier erklärt Sportwissenschaftler Billy Sperlich, wie Kinder trainieren können und warum zu früher Ausdauersport oft keine gute Idee ist.
Ein Interview von Jochen Leffers 14. 51 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
Die Einzelheiten
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen. Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. SPIEGEL: Am vergangenen Sonntag ist eine 15-jährige Niederländerin beim Halbmarathon kollabiert, vier Kilometer vor dem Ziel.
Die genaue Todesursache ist noch nicht bekannt. Ist Langstreckenlauf für Jugendliche riskant? Sperlich: Nein, nicht grundsätzlich.
Langstreckenlauf ist für gesunde, gut vorbereitete Jugendliche nicht per se gefährlich. Das Risiko hängt aber stark von Alter, Reifegrad, Vorerfahrung, Trainingszustand, Distanz und Streckenprofil ab, von Umgebungsbedingungen und möglichen unerkannten Vorerkrankungen. Was zum tragischen Tod der Läuferin in Leiden geführt hat, kann ich nicht beurteilen.
Was Experten sagen
Es könnte eine medizinische Vorgeschichte geben, die vielleicht niemand auf dem Schirm hatte, beispielsweise eine unentdeckte Herzerkrankung. Die Außentemperaturen waren mild, daran wird es wahrscheinlich es nicht gelegen haben. SPIEGEL: Ist Hitze ein großer Risikofaktor beim Langstreckenlauf?
Zur Person Bild vergrößern Foto: Privat Billy Sperlich (Jahrgang 1977) ist Sportwissenschaftler an der Universität Würzburg für den Bereich Integrative und experimentelle Bewegungs- und Trainingswissenschaft. Der ehemalige Triathlet ist Mitglied des Deutschen Fitnesswissenschaftsrats und erforscht vor allem unterschiedliche Trainingsmethoden und ihren Einfluss auf die Ausdauerleistungsfähigkeit. Sperlich: Wenn es im Wettkampf deutlich wärmer ist als im Training gewohnt, kann es zu einem hitzebedingten Kollaps kommen.
Die Thermoregulation wird dann zum Problem. Kinder und Jugendliche regulieren Wärme teilweise anders als Erwachsene. Vor allem jüngere Kinder reagieren bei Hitze empfindlicher – besonders bei hoher Belastung, Dehydratation, fehlender Akklimatisation oder zu wenigen Pausen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





