
Leben am Handy: Meine Bildschirmzeit beträgt jetzt schon 25 Jahre
Leben am Handy : Meine Bildschirmzeit beträgt jetzt schon 25 Jahre Von Tobias Rüther 13.05.2026, 10:14Lesezeit: 8 Min. Das linke Handy von 2002 konnte nur Telefonieren und Texten, das rechte war schon...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Leben am Handy : Meine Bildschirmzeit beträgt jetzt schon 25 Jahre Von Tobias Rüther 13. 2026, 10:14Lesezeit: 8 Min. Das linke Handy von 2002 konnte nur Telefonieren und Texten, das rechte war schon internetfähig.
Janek StempelAnfang 2001 habe ich meinen ersten Handy-Vertrag abgeschlossen. Die Welt hat sich in der Zwischenzeit radikal verändert, dank dieser digitalen Technologien. Eine kleine Lebensgeschichte in Geräten.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Es war blau. Ein Freund hatte das gleiche Modell, auch in Blau, vielleicht lag es aber daran, dass ich gerade nach Hamburg gezogen war, was ja die Hauptstadt von Blau in allen Schattierungen ist: Jedenfalls wollte ich auch so eins. In einer inzwischen 25 Jahre langen Reihe von Geräten.
Januar 2001 in der Ottenser Hauptstraße, nicht weit vom Bahnhof Altona, in einer Filiale von Interkom. Ich weiß dieses Datum deswegen so genau, weil der Vertrag hier vor mir liegt. Ich habe ihn nie gekündigt.
Ich weiß auch noch, wie ich damals, nach Vertragsabschluss, in einer Mischung aus Aufregung und Stolz in einem Café um die Ecke von der Filiale saß und mit dem Gerät die erste SMS in meinem Leben verschickt habe. Ich weiß nur nicht mehr, was drinstand und an wen sie ging. Meine damalige Freundin hatte zwar schon länger ein Handy, aber das lag meist ausgeschaltet herum.
Was Experten sagen
Vielleicht ging die erste Nachricht also an den Besitzer des anderen blauen Handys, mit dem ich gerade zusammengezogen war. Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. jetzt lesen Unsere gemeinsame Adresse steht auch im Vertrag: Münsterstraße, 22529 Hamburg.
Wie viele andere Menschen kannte ich damals noch, die auch ein Handy besaßen? Ich selbst war spät dran. Ein Donnerstagnachmittag im Winter vor 25 Jahren.
Es ist so lange her, dass der Vertrag mit Interkom nach „Reisepaß“ und „Adreßnachweis“ fragt. Prähistorisch und perfekt für heute gleichzeitigEine Rechtschreibreform, 25 Jahre und viele, viele Debatten um das Internet später wirkt mein blaues Siemens M35 heute gleichzeitig prähistorisch und wie das perfekte Gerät für die jetzige Zeit. Zugeschnitten auf die unterschiedlichen Bedürfnisse unserer Gegenwart, die kulturell und politisch geprägt ist vom technologisierten Leben, wie es sich in diesem Vierteljahrhundert immer weiter entwickelt und Konflikte hervorgebracht hat, die es vorher so noch nicht gegeben hatte.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





