
Leben mit Downsyndrom: Wie Rituale meiner Tochter Sicherheit geben
Leben mit Downsyndrom Warum mein Kind das Wort »vielleicht« hasst Von Sandra Schulz Für meine Tochter mit Downsyndrom ist das Leben am schönsten, wenn ein Ritual dem anderen folgt. Wenn es Ihnen auch so geht, hätten wir...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Leben mit Downsyndrom Warum mein Kind das Wort »vielleicht« hasst Von Sandra Schulz Für meine Tochter mit Downsyndrom ist das Leben am schönsten, wenn ein Ritual dem anderen folgt. Wenn es Ihnen auch so geht, hätten wir da einen Vorschlag, was Sie künftig an einem Samstag machen können. 53 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (10 Minuten) 10 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Mit Sprache kenne ich mich aus, dachte ich. Aber dass ein kleines, harmloses Wort so eine Wirkung haben kann, das hätte ich nicht gedacht.
Die Einzelheiten
Das Wort, das meine Tochter mit Downsyndrom zum Explodieren bringt, heißt: »vielleicht«. Bild vergrößern Mädchen mit Downsyndrom: Sag mir, was die Zukunft bringt! Foto: HalfPoint Images / IMAGO »Sonntag Schwimmbad?
«, fragt sie, und bereits am Montag hat ihre Stimme einen dringlichen Unterton. Da ich mich nicht drangsalieren lassen will, da ich klar machen will, dass man die Welt, wie sie einem gefällt, nicht herbeiquengeln kann, und weil die Antwort von gewissen Bedingungen abhängt, antworte ich ab und zu: »Vielleicht«. Wenn der Schnupfen weg ist, der Bauch wieder gut ist, das Wetter so oder so ist.
Woraufhin sie immer aufgebrachter wird und ihre Nachfrage die Dringlichkeit einer Alarmsirene annimmt. Manchmal geht das im Minutentakt so. Und manchmal sind mein Mann und ich dieser Fragen so müde, dass wir nachgeben: »Okay, Schwimmbad.
Was Experten sagen
«Der Nachteil: Man fühlt sich erpresst vom eigenen Kind. Denn die Zusage hat plötzlich den Wert eines Versprechens, und Versprechen bricht man nicht. Wobei ich ehrlicherweise zugeben muss: Derjenige, der unsere Kapitulation ausbaden muss – im Wortsinne – ist mein Mann.
Die beiden sind das Schwimm-Team in der Familie. Es gibt also ein »Vielleicht«, das unsere Tochter lernen muss, wie ich finde. Weil ein »Vielleicht« zum Leben gehört.
Es gibt aber auch das »Nein«, das ich lernen muss. Das »Nein«, das in seiner Nacktheit so viel brutaler klingt als das »Vielleicht«, hinter dem ich mich verstecke, wenn ich keine Nerven für Tränen und Wutausbrüche habe. Manchmal will ich mich auch einfach nicht festlegen, und dann merke ich: Die Offenheit, die für mich Freiraum ist, ist für sie Bedrohung.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





