
Leipzig nach Amokfahrt: Kommunen lehnen Versuch ab, Städte zu »Festungen« auszubauen
Leipzig will Sicherheitskonzept prüfen Kommunen lehnen Versuch ab, Städte zu »Festungen« auszubauen Ein 33-Jähriger soll mit seinem Auto mindestens zwei Menschen in Leipzig getötet haben. Er wird voraussichtlich im...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Leipzig will Sicherheitskonzept prüfen Kommunen lehnen Versuch ab, Städte zu »Festungen« auszubauen Ein 33-Jähriger soll mit seinem Auto mindestens zwei Menschen in Leipzig getötet haben. Er wird voraussichtlich im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt. Die Anzahl der Verletzten ist noch immer unklar.
47 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren image"> Bild vergrößern Polizisten am Augustusplatz in Leipzig Foto: Ingmar Björn Nolting / DER SPIEGEL Nach der tödlichen Attacke im Zentrum von Leipzig will die Stadt die Zufahrtsstelle prüfen, an der die Amokfahrt durch eine belebte Einkaufsmeile in der Innenstadt begonnen hat.
Die Einzelheiten
Das sagte Stadtsprecher Matthias Hasberg der Nachrichtenagentur dpa. Der Tatverdächtige stoppte am Montag am westlichen Ende der stark frequentierten Fußgängerzone in der Nähe einiger Poller. Am östlichen Eingang der Grimmaischen Straße hatte er hingegen offenbar ungehindert über den Augustusplatz in die Fußgängerzone einfahren können.
Poller gibt es an dieser Stelle keine. Die Stadt wolle nun die Sicherheitsvorkehrungen an der Einfahrtstelle prüfen und »das gesamte Sicherheitskonzept Innenstadt noch einmal auf den Prüfstand stellen«, so Sprecher Hasberg. Zielkonflikt zwischen Schutz und Offenheit Der Deutsche Städte- und Gemeindebund verweist in dem Zusammenhang auf den Konflikt zwischen Sicherheit und Offenheit.
»Es gibt sogenannte Zufahrtssperren, das sind diese Betonblöcke oder ähnliche Hindernisse, die eben solche Taten verhindern sollen«, sagt Pressesprecher Alexander Handschuh. Doch hundertprozentige Sicherheit werde es trotz Sicherheitskonzepten in Städten und Gemeinden und auch bei Veranstaltungen nie geben können. »Wir können die nicht zu Festungen ausbauen.
Was Experten sagen
« Man schaue an Orten, an denen häufig viele Menschen zusammenkommen, dass man nach und nach die Stadtplanung so anpasse, dass man solche Taten wie die in Leipzig verhindere, sagt Handschuh, und ergänzt: »Es ist immer ein Zielkonflikt zwischen bestmöglichem Schutz der Menschen und gleichzeitig auch einer Offenheit, die wir ja auch leben wollen in den Städten und Gemeinden. « Der 33-jährige deutsche Staatsbürger wurde von der Polizei noch im Auto gestellt und festgenommen. Bei der Tat wurden eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann getötet , drei Menschen wurden schwer verletzt.
Die genaue Zahl der Verletzten ist weiterhin unklar. »Das war gestern sehr schwierig. Viele Leute haben den Ort selbstständig verlassen und sich zum Arzt begeben«, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Insgesamt sollen rund 80 Menschen von den Ereignissen betroffen sein. Gedenkveranstaltung mit Ministerpräsident Kretschmer Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes in zwei Fällen und versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen. Der Tatverdächtige soll im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





