
„Mansooris Ignoranz“: Grüne verklagen Hessische Landesregierung
„Mansooris Ignoranz“ : Grüne verklagen Hessische Landesregierung Von Ewald Hetrodt 11.05.2026, 15:57Lesezeit: 2 Min. Sollen entscheiden: Richter des hessischen Staatsgerichtshofs, ob die Opposition ausreichend Auskünfte...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. „Mansooris Ignoranz“ : Grüne verklagen Hessische Landesregierung Von Ewald Hetrodt 11. 2026, 15:57Lesezeit: 2 Min. Sollen entscheiden: Richter des hessischen Staatsgerichtshofs, ob die Opposition ausreichend Auskünfte von der Landesregierung erhält.
dpaDie Opposition beklagt, dass die Ministerien ihr seit Langem immer wieder Auskünfte schuldig blieben, die ihnen zustünden. Jetzt zieht sie vor den Staatsgerichtshof. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Wegen des Umgangs der Landesregierung mit der Opposition zieht die Fraktion der Grünen vor den Staatsgerichtshof.
Die Einzelheiten
Damit gehe man gegen die „Verletzung des verfassungsrechtlich verbürgten Frage-, Auskunfts- und Informationsrechts“ des Parlaments vor, erklärte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jürgen Frömmrich am Montag. Zum Anlass nehmen die Grünen ein aus Steuermitteln finanziertes Gutachten zu der Frage, welche hessischen Kommunen als angespannte Wohnungsmärkte ausgewiesen werden sollten, damit entsprechende Mieterschutzrechte angewandt werden könnten. Danach hätte nach Informationen der F.
zum Beispiel Frankfurt nicht mehr zum Kreis der Städte gezählt, in der die Mietpreisbremse begründet gewesen wäre. Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) hatte die Ergebnisse des Gutachtens den Kommunen im vergangenen Herbst mitgeteilt und sie gebeten, Stellung zu nehmen. Anschließend verlängerte er die Regelung, die ansonsten Ende November ausgelaufen wäre.
„Die Ignoranz des Ministers“Was Frömmrich ärgert: Die Antwort auf zwei schriftliche Anfragen der Grünen-Fraktion nach dem Gutachten verweigerte Wirtschaftsminister Mansoori mit der Begründung, sie beträfen den „Kernbereich der Exekutive“. Dafür habe es keine substanzielle Begründung gegeben. Außerdem hätten die Ergebnisse des Gutachtens den Kernbereich der Verwaltung schon verlassen, indem Mansoori sie den Kommunen geschickt habe.
Was Experten sagen
Dem Parlament aber werde bis heute jede Auskunft dazu verweigert. Dabei habe die Fraktion mit dringlichen Berichtsanträgen, schriftlichen Anfragen, mündlichen Fragen im Plenum und in Briefen an das Ministerium und die Staatskanzlei versucht, das Gutachten im parlamentarischen Verfahren anzufordern. Deshalb bleibe der Oppositionsfraktion kein anderer Weg, als die Verletzung der verfassungsmäßigen Rechte des Parlaments vom Staatsgerichtshof feststellen zu lassen.
Mansoori fehle offensichtlich der Respekt vor den Fachabgeordneten einer Oppositionsfraktion, so Frömmrich. „Allein dieser Ignoranz“ sei der Weg zum Gericht geschuldet. Als Bevollmächtigten hat die Fraktion Staatsrechtslehrer Martin Will von der EBS-Universität Oestrich-Winkel beauftragt.
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