
Missbrauch im Segelclub: Wann werden pädophile Menschen zu Tätern, Herr Beier?
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No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
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Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. SPIEGEL: Herr Beier, wir berichten über einen Segeltrainer aus Hamburg . Er hat jahrelang vorpubertäre Jungen missbraucht.
Die Einzelheiten
Wie viele Menschen mit einer pädophilen Sexualpräferenz werden tatsächlich straffällig? Beier: Das ist nicht seriös zu beziffern. Weil wir hier zwei grundsätzlich verschiedene Gruppen betrachten müssen: aus dem Hellfeld und aus dem Dunkelfeld.
Im Hellfeld stehen diejenigen, die straffällig geworden und justizbekannt sind. Im Dunkelfeld bewegen sich jene Menschen, die vermeiden wollen, straffällig zu werden. Das meiste passiert im Dunkelfeld und wird Strafverfolgungsbehörden nicht bekannt.
Diese Menschen versuchen wir präventiv zu erreichen - mit unserem Beratungsangebot »Kein Täter werden«. Zur Person Foto: Maximilian von Heyden Klaus M. Beier ist Leiter Pädophilie des Instituts für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin an der Charité.
Was Experten sagen
Er ist Initiator des bundesweiten Präventionsprojekts »Kein Täter werden«, das pädophilen Männern anonyme, kostenlose Therapien anbietet. Außerdem erstellt er Gerichtsgutachten zu Sexualstraftätern. SPIEGEL: Es heißt, bei rund einem Prozent der männlichen Bevölkerung, etwa 350.
000 Menschen, besteht eine pädophile oder hebephile Sexualpräferenz, diese Menschen fühlen sich also zu Kindern oder Jugendlichen hingezogen. Das klingt nach einer großen Zahl. Aber nicht alle aus dieser Gruppe werden automatisch zu Tätern?
Die Annahme, dass jemand mit einer pädophilen Neigung zwangsläufig übergriffig wird, ist falsch. Ein erheblicher Teil sexueller Straftaten wird nicht von Menschen mit pädophiler Sexualpräferenz begangen, sondern von Menschen, die situativ handeln, aus einer Gelegenheit heraus, oder weil ganz andere Störungsbilder vorliegen. SPIEGEL: Der Segeltrainer wusste um seine pädophile Sexualpräferenz mit Ausrichtung auf Jungen, aber er suchte keine therapeutische Hilfe.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





