
Mobbing auf dem Schulhof: Sie nannten mich Curry King - erst später verstand ich, warum
Bild vergrößern Foto: Illustration: Thilo Rothacker / DER SPIEGEL Hänseleien auf dem Schulhof Sie nannten mich »Curry King«. Ich habe erst viel später verstanden, warum Von Mayank Sharma Jahrelang war mir nicht klar,...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Bild vergrößern Foto: Illustration: Thilo Rothacker / DER SPIEGEL Hänseleien auf dem Schulhof Sie nannten mich »Curry King«. Ich habe erst viel später verstanden, warum Von Mayank Sharma Jahrelang war mir nicht klar, dass ich nach den indischen Gewürzen roch, mit denen meine Eltern zu Hause kochten. Bis ich nach einer längeren Reise wieder nach Hause kam.
00 Uhr aus DER SPIEGEL 21/2026 Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen.
Die Einzelheiten
Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. In unserem deutsch-indischen Haushalt war die Küche offen und der Geruch von Gewürzen allgegenwärtig. Er stand in der Luft, wenn ich hungrig von der Schule nach Hause kam und mich auf das Essen meiner Mutter freute.
Er zog durch die Türritzen in mein Zimmer, wenn meine Eltern Kreuzkümmel-, Koriander-, Bockshornkleesamen und Chilis in Öl anbrieten und dann, mit einem zischenden Geräusch, fein gehackte Zwiebeln hinzugaben. Und er kam mit meinen Eltern nach Hause, wenn sie spätabends erschöpft von der Arbeit kamen. Am Geruch ihrer Kleider und Haare erkannte ich sofort, ob sie in ihrem Restaurant in Wiesbaden tagsüber Pakora frittiert hatten.
An ihren Händen konnte ich ablesen, ob ein Gericht mit Kartoffeln auf der Karte stand. Die Arbeit damit zerfraß ihre Haut, ließ sie zerknittert und rissig erscheinen. Die Dämpfe aus unserer Küche zogen in die frisch gewaschene Kleidung.
Was Experten sagen
Jahrelang war mir nicht klar, dass auch ich nach indischen Gewürzen roch, dass die Dämpfe aus unserer offenen Küche in die frisch gewaschene Kleidung zogen, die im Wohnzimmer darauf wartete, zusammengelegt zu werden. Ich wusste nicht, dass starke Gewürze auch mit dem Schweiß ausgedünstet werden können. Ich stellte auch dann keinen Zusammenhang her, als meine Mitschüler in der weiterführenden Schule begannen, mich »Curry King« zu nennen – nach einem bekannten Currywurst-Fertiggericht.
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