
Möglicher Hantavirus-Ausbruch: Schiffspassagiere können vorerst nicht von Bord
Möglicher Hantavirus-Ausbruch : Schiffspassagiere können vorerst nicht von Bord 05.05.2026, 05:01 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Das Kreuzfahrtschiff liegt im Hafen von Praia, Kap Verde, vor Anker. dpa Die...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Möglicher Hantavirus-Ausbruch : Schiffspassagiere können vorerst nicht von Bord 05. 2026, 05:01 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Das Kreuzfahrtschiff liegt im Hafen von Praia, Kap Verde, vor Anker.
dpa Die Passagiere sind seit Wochen an Bord der „Hondius“. Doch am ursprünglich geplanten Zielort kann ihre Kreuzfahrt nicht enden. Hintergrund ist der mutmaßliche Ausbruch eines Virus an Bord.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Nach einem möglichen Ausbruch des Hantavirus auf einem kleinen Kreuzfahrtschiff können dessen Passagiere nicht wie ursprünglich geplant auf Kap Verde von Bord gehen. Es gebe noch keinen gesicherten Zielort, eine Weiterfahrt in Richtung der Kanarischen Inseln werde aber geprüft, teilte der Schiffsbetreiber Oceanwide Expeditions mit. Für drei Personen sei eine medizinische Evakuierung über Kap Verde geplant, eine Inselgruppe vor der Westküste Afrikas.
Aktuell liegt das Schiff dort vor dem Hafen von Praia. Auf den Kanaren, etwa in Las Palmas auf Gran Canaria oder auf Teneriffa, könnten bei einer Landung weitere medizinische Untersuchungen stattfinden, erklärte die Reederei. Diese könnten unter Aufsicht durch die Weltgesundheitsorganisation ( WHO ) und niederländische Gesundheitsbehörden stattfinden.
„Dies muss noch bestätigt werden“, schränkte die Reederei am späten Montagabend ein. Die Stimmung an Bord der „Hondius“ sei „ruhig“ und die knapp 150 Passagiere seien „insgesamt gefasst“, hieß es. Drei Passagiere gestorben – darunter ein Deutscher Das Kreuzfahrtschiff mit 61 Besatzungsmitgliedern hatte sich vor einigen Wochen auf den Weg von Argentinien nach Kap Verde gemacht.
Was Experten sagen
Unterwegs kam es dann zu mehreren Todesfällen. Bislang sind drei Passagiere der „Hondius“ gestorben, ein älteres niederländisches Ehepaar und ein Deutscher. Bei der verstorbenen Niederländerin wurde das Hantavirus nachgewiesen, wie die Reederei unter Berufung auf die WHO erklärte.
Ein weiterer Passagier ist laborbestätigt am Hantavirus erkrankt und wird auf einer Intensivstation in Südafrika behandelt. Zudem gibt es an Bord Hantavirus-Verdachtsfälle. Zwei Besatzungsmitglieder seien erkrankt, teilte die Reederei mit.
Infektion in der Regel über Kot von Nagetieren Das Hantavirus kann bei Menschen zu Fieber und schweren Atemwegserkrankungen führen. Auch die Nieren nehmen häufig Schaden. Zu Infektionen kann es beim Kontakt mit den Ausscheidungen von Nagetieren kommen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





