
Musiker und Autor Sven Regener: Herr Lehmann entwickelt sich jetzt in Mainz weiter
Musiker und Autor Sven Regener : Herr Lehmann entwickelt sich jetzt in Mainz weiter Von Rike Ohlerich 30.04.2026, 17:23 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Viel kreative Energie: Sven Regener ist der neue...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Musiker und Autor Sven Regener : Herr Lehmann entwickelt sich jetzt in Mainz weiter Von Rike Ohlerich 30. 2026, 17:23 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Viel kreative Energie: Sven Regener ist der neue Mainzer Stadtschreiber.
dpa Sven Regener, Sänger der Band „Element of Crime“ und Erfinder des Romanhelden Herr Lehmann, ist neuer Stadtschreiber von Mainz. In den dortigen Weinstuben wird man den Wahl-Berliner auf jeden Fall antreffen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Ob der Titel des Mainzer Stadtschreibers ein Preis oder ein Amt sei, lässt Sven Regener, Autor, Musiker und Sänger der Band Element of Crime, unbeantwortet.
Die Einzelheiten
Der Schriftsteller, 1961 in Bremen geboren und heute in Berlin ansässig, ist jedenfalls als 41. Stadtschreiber von Mainz im Leibniz-Zentrum für Archäologie empfangen worden. Der Literaturpreis wird jährlich von den Sendern ZDF und 3sat zusammen mit der Stadt Mainz vergeben und ist mit 12.
Wer Stadtschreiber ist, darf ein Jahr lang in der Stadtschreiberwohnung in der Mainzer Innenstadt wohnen und gemeinsam mit dem ZDF und 3sat einen Dokumentarfilm produzieren. Die Mainzer seien ein „komisch-kauziges Völkchen“, was zum Schreibstil Regeners passe, behauptet Ralf Peterhanwahr, ein Sprecher der Stadt. Er gehe also davon aus, dass der Autor sich in Mainz wohlfühlen werde.
Regener, bekannt für seinen lakonischen Erzählstil, seit sein Erstlingswerk „Herr Lehmann“ ein Bestseller geworden ist, der auch nach seinem Drehbuch verfilmt wurde, hat, wie er sagt, überlegt, ob er den Titel annehmen soll. Für den Stadtschreiber-Film hat er schon konkrete Pläne: Es solle in verschiedenen Weinstuben in Mainz gedreht werden, und er werde sich mit seinem Freund David Schalko, einem Wiener Regisseur, zusammensetzen und über verschiedene Themen sprechen. Regie soll Charlotte Goltermann, Regeners Ehefrau, die Musikmanagerin ist, führen.
Was Experten sagen
Romanfiguren werden reicher, statt zu verblassen Regeners „Herr Lehmann“, dem weitere Fortsetzungen rund um den Protagonisten Frank Lehmann folgten, begleitet den Autor auch nach Mainz. Sein neuer Roman, „Frankie und Freddie“, der am 3. September veröffentlicht wird, handelt wieder von Frankie, Frank Lehmann, und auch von dessen Bruder Freddie.
Die Handlung spielt wieder in Westberlin, wohin die Brüder 1980 ziehen, und Freddie, der als Proband Antidepressiva testet, verliert sich zunehmend in Angstzuständen. Sein Bruder Frankie will ihm helfen. Frankie führe in dieser Geschichte endlich die Gespräche mit seinem Bruder, die er schon lang habe führen wollen, so Regener.
Als die Frage aus dem Publikum kommt, warum er immer wieder über dieselben Figuren schreibe, antwortet Regener, dass er es in der Kunst gerade interessant finde, wenn Figuren „reicher“ würden, sich weiterentwickelten. Dabei bleibe auch das Identifikationspotential für die Leser hoch, weil die Figuren, wie Menschen im echten Leben, wüchsen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





