
Mythos Punktevergabe: Kriegt Deutschland beim ESC sowieso keine Punkte?
Mythos Punktevergabe : Kriegt Deutschland beim ESC sowieso keine Punkte? Von Peter-Philipp Schmitt 18.05.2026, 13:23Lesezeit: 3 Min. Da hatte sie noch gut lachen: Sarah Engels bei der Flaggenparade auf der Bühne des 70....
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Mythos Punktevergabe : Kriegt Deutschland beim ESC sowieso keine Punkte? Von Peter-Philipp Schmitt 18. 2026, 13:23Lesezeit: 3 Min.
Da hatte sie noch gut lachen: Sarah Engels bei der Flaggenparade auf der Bühne des 70. Eurovision Song Contest in WiendpaNun geht das Jammern wieder los: Die anderen Länder schieben sich beim ESC die Punkte zu, wir haben gar keine Chance! Doch Schuld am Abschneiden Deutschlands haben nicht die Anderen.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Deutschland bekommt ja eh nie Punkte beim Eurovision Song Contest (ESC)! Dafür schieben sich die anderen immer die Punkte zu. Nach dem schlechten Abschneiden von Deutschland mit Kandidatin Sarah Engels in Wien sind diese beiden Verschwörungsmythen wieder weithin zu lesen.
Deutschland, ein Jammertal. Weder das eine noch das andere ist wahr. Und es wird auch nicht besser, wenn Hape Kerkeling, der es besser wissen müsste, so etwas im Fernsehen behauptet.
Deutschland bekommt Punkte: 2024 waren es für Isaak und seine kraftvoll vorgetragene Ballade „Always On The Run“ 117 Punkte (Platz zwölf), 99 von den Juroren und 18 von den Zuschauern. Aus der Schweiz gab es vor zwei Jahren drei, aus Österreich vier Punkte. Abor & Tynna bekamen im vergangenen Jahr sogar 151 Punkte (Platz 15), 77 von den Zuschauern und 74 von den Juroren.
Was Experten sagen
Aus Österreich gab es mit zwölf Punkten die Höchstpunktzahl von den Juroren, aus der Schweiz allerdings insgesamt null Punkte. Das Lied „Baller“ und der Auftritt des österreichischen Duos wurden aber auch gut aufgenommen, die Elektropopnummer galt als ungewöhnlich und modern, hatte sich seine Punkte verdient. Sarah Engels’ Auftritt war aus der Zeit gefallenDeutschland hat auch dieses Jahr Punkte bekommen, die allerdings folgenlos blieben.
Und das, obwohl das Lied „Fire“ von Sarah Engels vielen Kritikern als nicht zeitgemäß, ihre Choreographie aus der Zeit gefallen schien. Am Ende standen für die Dreiunddreißigjährige zwölf Punkte zu Buche (drittletzter Platz). Es waren reine Jury-Punkte: Von den Juroren aus Bulgarien und Belgien bekam sie jeweils zwei, aus Portugal und Italien vier Punkte.
Null Punkte von den Zuschauern standen zwar auf der Ergebnistafel, allerdings nur, weil sie in keinem Land unter den Top Ten war. Denn beim ESC werden jeweils nur Punkte von eins bis sieben vergeben sowie jeweils einmal acht, zehn und zwölf Punkte. Bei 25 Ländern im diesjährigen Finale gehen jeweils 15 also leer aus.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





