
Nach Druck aus den USA: Warum Christian Schmidt Bosnien wohl verlassen muss
Nach Druck aus den USA : Warum Christian Schmidt Bosnien wohl verlassen muss Von Michael Martens, Wien 10.05.2026, 18:29Lesezeit: 5 Min. Christian Schmidt, MdB, Bundesminister a.D. und CSU-Politiker, auf dem...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Nach Druck aus den USA : Warum Christian Schmidt Bosnien wohl verlassen muss Von Michael Martens, Wien 10. 2026, 18:29Lesezeit: 5 Min. Christian Schmidt, MdB, Bundesminister a.
und CSU-Politiker, auf dem CSU-Parteitag in Augsburg 2024Picture AllianceSchmidts Rückzug vom Amt des Hohen Repräsentanten der Staatengemeinschaft in Bosnien-Hercegovina kommt nicht freiwillig. Geschäftsinteressen des Trump-Clans könnten eine Rolle spielen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Christian Schmidt (CSU) hat seinen Rückzug vom Amt des Hohen Repräsentanten der Staatengemeinschaft in Bosnien-Hercegovina erklärt.
Die Einzelheiten
Der ehemalige deutsche Landwirtschaftsminister teilte der F. am Sonntag vorab mit, dass er sein Amt niederlegen werde. Nach fast fünf Jahren „hat Christian Schmidt persönlich beschlossen, seinen Dienst für die Umsetzung des Friedensprozesses in Bosnien-Hercegovina zu beenden“, heißt es in einer von Schmidts Behörde, dem „Amt des Hohen Repräsentanten“ (OHR), übersandten Mitteilung.
Er werde jedoch einstweilen sein Amt weiter ausüben, bis ein Nachfolger gefunden sei, teilte Schmidt zusätzlich mit. Das Amt des Hohen Repräsentanten gibt es seit Ende des Krieges in Bosnien, der von 1992 bis 1995 dauerte, mehr als 100. 000 Menschenleben forderte und Millionen aus ihrer Heimat vertrieb.
Aufgabe des Hohen Repräsentanten ist die Überwachung der Nachkriegsordnung und die Einhaltung des Friedensvertrags von Dayton, mit dem der Krieg unter Vermittlung der USA beendet wurde. Schmidts anstehender Rückzug ist in diplomatischen Kreisen in Sarajevo sowie in bosnischen Medien seit geraumer Zeit Thema. Käme es dazu, würde die Amtsübergabe nicht aus freien Stücken und keinesfalls zu einem selbst gewählten Zeitpunkt erfolgen.
Was Experten sagen
Seit Monaten verlangen die USA von Schmidt in immer rabiaterem Ton – und zuletzt offenbar sogar ultimativ, wie Schmidts Reaktion nahelegt –, dass er sein Amt schleunigst aufzugeben habe. Washington will dem Vernehmen nach einen „pflegeleichteren“ Nachfolger installieren. Schmidt warnt vor einer „drohenden Demontage“ BosniensSchmidt wird am Dienstag in New York turnusgemäß im UN-Sicherheitsrat seinen halbjährlichen Bericht über die Lage in Bosnien vorstellen.
Laut dem Entwurf von Schmidts Bericht an UN-Generalsekretär António Guterres, der seit Tagen in einigen westlichen Botschaften in Sarajevo kursiert, warnt Schmidt darin ungewohnt deutlich vor einem drohenden Zerfall Bosniens und einer „Demontage“ des Staates. Kern der Warnungen ist die Politik der völkerrechtlich Bosnien zugehörigen bosnischen Serbenrepublik, der Republika Srpska (RS). Dort führt weiterhin der langjährige RS-Präsident und Regierungschef Milorad Dodik das große Wort, obwohl er laut Beschluss des Verfassungsgerichts auf Jahre hinaus kein offizielles Amt mehr innehaben darf.
Dodik, ein enger Gefolgsmann Wladimir Putins, der als einer der wenigen europäischen Politiker an der abgespeckten Militärparade am 9.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





