
Nach Hantavirus-ausbruch: Die Hondius macht sich auf den Weg nach Rotterdam
Nach Hantavirus-ausbruch : Die Hondius macht sich auf den Weg nach Rotterdam Von Hans-Christian Rößler, Madrid , Monika Ganster 11.05.2026, 20:59Lesezeit: 4 Min. Die „Hondius“ nach dem Auslaufen vor Teneriffa.AFPAm...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Nach Hantavirus-ausbruch : Die Hondius macht sich auf den Weg nach Rotterdam Von Hans-Christian Rößler, Madrid , Monika Ganster 11. 2026, 20:59Lesezeit: 4 Min. Die „Hondius“ nach dem Auslaufen vor Teneriffa.
AFPAm Montagabend hat das vom Hantavirus heimgesuchte Kreuzfahrtschiff mit einer Leiche an Bord Teneriffa in Richtung Niederlande verlassen. Die letzten Passagiere und ein Teil der Besatzungsmitglieder wurden ausgeflogen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Kurz nach 19 Uhr kanarischer Zeit am Montagabend war die Hondius auf dem Weg nach Rotterdam.
Die Einzelheiten
Das hatte die spanische Regierung den besorgten Menschen auf den Kanaren versprochen. Viele von ihnen wollten das Kreuzfahrtschiff, auf dem das Hantavirus ausgebrochen war, nicht in ihren Gewässern haben – allen voran der regionale Regierungschef. Am Montag ging die bizarre Debatte über die Langschwanz-Zwergreisratte weiter, die Fernando Clavijo vom Zaun gebrochen hatte.
Gestützt auf eine KI-Recherche, wollte der kanarische Regionalpräsident am Sonntagmorgen in letzter Minute verhindern, dass das Schiff mit mehr als 140 Menschen an Bord im Industriehafen von Granadilla vor Anker geht: Infizierte Landratten aus Südamerika könnten sich ins Meer stürzen und an die Mole schwimmen und das Virus in Spanien einschleppen, warnte Clavijo. Das spanische Gesundheitsministerium und mehrere Wissenschaftler wiesen diese Theorie zurück; an Bord waren auch keine Nagetiere gefunden worden. Am Montag klagte Clavijo darüber, dass ihn die Regierung „lächerlich gemacht“ habe.
„Mission erfüllt“, sagte die spanische Gesundheitsministerin Mónica García sichtlich erleichtert, als die Hondius in der Ferne verschwand. Am Ende konnte die spanische Regierung aber doch nicht ganz Wort halten. Das Schiff sollte eigentlich keinen kanarischen Boden berühren und ankerte deshalb im Hafenbecken.
Was Experten sagen
Doch ausgerechnet, als die letzten Passagiere und Besatzungsmitglieder die Barkassen an Land besteigen sollten, frischte der Wind auf und das Meer wurde unruhig: Um rechtzeitig aufzubrechen, musste die Hondius kurz am Kai anlegen. Nach 40 Tagen auf See verließen 125 Personen das SchiffAm Abend hatten insgesamt 125 Passagiere und Besatzungsmitglieder nach mehr als 40 Tagen auf See das Schiff verlassen. Am Sonntag bestiegen schon 94 Personen am nahe gelegenen Flughafen Teneriffa Süd sieben Sonderflüge.
Am Montagabend hoben dann die letzten beiden Maschinen nach Eindhoven ab. Das erste Flugzeug war für 21 Besatzungsmitglieder, die meisten von ihnen Philippiner; sie werden in den Niederlanden in Quarantäne gehen. Nachdem ein Sonderflug aus Australien nicht rechtzeitig eingetroffen war, sollte ein zweites Flugzeug auch vier Australier, einen Briten, der in Australien lebt, sowie einen Neuseeländer zunächst in die Niederlande fliegen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





