
Nach Verhandlungen mit Jindal Steel: Thyssenkrupp will Stahlsparte vorerst doch behalten
Geplatzte Gespräche Thyssenkrupp will Stahlsparte vorerst doch behalten Seit September liefen Verhandlungen mit dem indischen Familienunternehmen Jindal Steel. Nun gab Thyssenkrupp bekannt, doch am Stahlgeschäft...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Geplatzte Gespräche Thyssenkrupp will Stahlsparte vorerst doch behalten Seit September liefen Verhandlungen mit dem indischen Familienunternehmen Jindal Steel. Nun gab Thyssenkrupp bekannt, doch am Stahlgeschäft festzuhalten - zumindest bis auf Weiteres. 10 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren image"> Bild vergrößern Miguel López: Stahlsparte bleibt - zumindest vorerst Foto: Friedemann Vogel / EPA Der Industriekonzern Thyssenkrupp will seine Stahlsparte doch nicht mehr an den indischen Konkurrenten Jindal verkaufen. Die beiden Unternehmen haben einer Mitteilung zufolge entschieden, die seit September vergangenen Jahres laufenden Gespräche auf Eis zu legen.
Die Einzelheiten
Die Neuaufstellung des Segments solle aus eigener Kraft konsequent vorangetrieben werden, um den Stahlbereich erfolgreich und profitabel aufzustellen, hieß es aus der Konzernzentrale in Essen. Mittelfristig will sich Thyssenkrupp aber weiter vom Stahlgeschäft trennen. Gründe für die Entscheidung, nicht mehr mit dem indischen Unternehmen über die Stahlsparte zu verhandeln, sind demnach zum einen die besseren Rahmenbedingungen für Stahlhersteller in Europa und zum anderen die Fortschritte bei der Sanierung der Sparte.
Mehr zum Thema Kone schluckt TKE: Mega-Fusion im Aufzugmarkt beflügelt Thyssen-Aktie Thyssenkrupp-Chef López: »Ich werde den Stahl nicht verramschen« Ein SPIEGEL-Gespräch von Martin Hesse und Benedikt Müller-Arnold »Die Europäische Union hat die große Bedeutung der Stahlproduktion für die Resilienz industrieller Wertschöpfungsketten erkannt und den Willen bekundet, die europäische Stahlindustrie besser vor globalen Überkapazitäten und Dumping zu schützen«, hieß es in einer Thyssenkrupp-Mitteilung vom Samstag. Zudem wolle die EU die Umstellung auf eine klimafreundliche Stahlproduktion weiter stärken. »Wir haben immer gesagt: Stahl ist Zukunft.
Und ein zukunftsfähiges Geschäft ist ein werthaltiges Geschäft«, sagte Thyssenkrupp-Chef Miguel López in dem Statement. »Nachdem wir uns im eigenen Unternehmen, mit den Tarifpartnern und mit der Politik in Deutschland und Europa im Grundsatz geeinigt haben, sind die Voraussetzungen für eine profitable Fortführung von Thyssenkrupp Steel so gut wie lange nicht mehr. « Vor diesem Hintergrund bleibe mittelfristig eine Verselbstständigung von Thyssenkrupp Steel Europe mit einer eventuellen Minderheitsbeteiligung der Thyssenkrupp AG das erklärte Ziel.
Jindal sei während der gesamten Gespräche ein konstruktiver und engagierter Partner gewesen. Man habe jedoch gemeinsam beschlossen, die Verhandlungen vorerst auszusetzen. In einem SPIEGEL-Gespräch hatte López bereits letzte Woche in drastischen Worten deutlich gemacht, dass er die Stahlsparte des Konzerns nicht »verramschen« werde.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





