
Nagelsmann und der DFB: Diese Beziehung ist nicht mehr zu retten
Nagelsmann und der DFB : Diese Beziehung ist nicht mehr zu retten Ein Kommentar von Christian Kamp, Foxborough 30.06.2026, 07:03Lesezeit: 3 Min. Wir sind dann mal raus: Julian Nagelsmann und Deutschland verabschieden...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Nagelsmann und der DFB : Diese Beziehung ist nicht mehr zu retten Ein Kommentar von Christian Kamp, Foxborough 30. 2026, 07:03Lesezeit: 3 Min. Wir sind dann mal raus: Julian Nagelsmann und Deutschland verabschieden sich früh von der WM.
ReutersDer Bundestrainer ist bei dieser WM gescheitert. Er hat sein Team und sich in seinen Möglichkeiten maßlos überschätzt. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Als Julian Nagelsmann am Montagabend im Pressekonferenzraum des Stadions von Foxborough sagte, dass er als Bundestrainer weitermachen wolle, wenn der Deutsche Fußball-Bund (DFB) das auch wolle, saß praktischerweise der Deutsche Fußball-Bund in Person seines Geschäftsführers Sport Andreas Rettig mit im Saal.
Die Einzelheiten
Ein Beitrag Rettigs war in diesem Forum nicht vorgesehen, aber dass er während Nagelsmanns Bekenntnis zum DFB nickte, war auch ohne Worte als Bekenntnis zu Nagelsmann zu verstehen. Das auch fernmündlich untermauert wurde durch das, was Rudi Völler, der Sportdirektor des DFB, anderswo vor den Mikrophonen gesagt hatte. LiveblogSpielplanTabellenSonderseiteDFB-Team Man musste sich in diesen Momenten fragen, wo Völler und Rettig eigentlich 2018 und 2022 waren.
Nach den vergangenen beiden Turnieren hatte der Verband bekanntlich ziemlich schlechte Erfahrungen damit gemacht, an einem Bundestrainer festzuhalten, der ein Turnier in den Sand gesetzt hatte. So dass man schon allein deshalb die Frage stellen muss, warum es bei Nagelsmann, der einen Vertrag bis einschließlich der EM 2028 hat, eine bessere Idee sein sollte. Und wenn man sich beim DFB mit etwas Abstand in die Augen schaut, müsste man bei nüchterner Betrachtung auch feststellen, dass es beim besten Willen keine ist.
Noch lange kein Top-Team von FormatNagelsmann ist so wenig allein verantwortlich für das dritte frühzeitige Aus nacheinander, wie seine Vorgänger Joachim Löw und Hansi Flick das waren. Er hat, wie vor ihm Flick, feststellen müssen, dass die einstige Fußballnation Deutschland den Anschluss verloren hat, und dass ein paar überdurchschnittliche Techniker noch lange kein Top-Team von Format machen. Externer Inhalt von Youtube Um externe Inhalte anzuzeigen, ist Ihre widerrufliche Zustimmung nötig.
Was Experten sagen
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Externe Inhalte aktivieren Wo andere über echte Weltklasse verfügen, müssen sich die Deutschen mit Komplementärklasse begnügen: Spielern, die punktuell Weltklasseleistungen zeigen können, aber auch nur dann, wenn sie das Umfeld dafür haben. Die Frage, wer trägt und wer getragen werden muss, fällt ziemlich ungünstig aus. Umso mehr wäre der Bundestrainer als derjenige gefragt gewesen, der trägt.
Doch gerade in dieser Hinsicht ist Nagelsmann bei dieser WM gescheitert. Er hat sein Team und sich in seinen Möglichkeiten maßlos überschätzt. Nichts illustriert das besser als das Credo, sich mit verschiedenen Konstellationen auf unterschiedliche Gegner einstellen zu können.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.



