
Nationalsozialismus: Was meine Mutter über ihre NS-Vergangenheit verschwieg
Meine Mutter und die Nazis »Was hätten wir dagegen schon ausrichten können?« Ein Gastbeitrag von Edzard Ernst Als Wissenschaftler habe ich oft unbequeme Wahrheiten aufgedeckt. Bei meiner eigenen Familie habe ich lange...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Meine Mutter und die Nazis »Was hätten wir dagegen schon ausrichten können? « Ein Gastbeitrag von Edzard Ernst Als Wissenschaftler habe ich oft unbequeme Wahrheiten aufgedeckt. Bei meiner eigenen Familie habe ich lange gezögert.
Über meine Mutter, das Phänomen der »willentlichen Unwissenheit« und Onkel Hans, General der Waffen-SS. 43 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
Die Einzelheiten
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Erika Ernst, die Mutter des Autors, und ihr Onkel Hans Jüttner Foto: Privat Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen. Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. Ich habe mich schon vor langer Zeit von Deutschland entfernt, nicht nur geografisch, sondern auch innerlich.
Ich lebe seit Jahrzehnten in England, meine große Liebe ist Französin, die meisten meiner Bücher schreibe ich in englischer Sprache. Erst der Brexit veranlasste mich, meine deutsche Staatsbürgerschaft wieder zu beantragen. Und dann fiel mir das Memoire meiner Mutter wieder in die Hände.
Sie hatte es uns Kindern vor ihrem Tod 1989 hinterlassen – ein schmales Heft, im Selbstdruck, ein paar Dutzend Seiten. Nach mehr als drei Jahrzehnten las ich es erneut. Was ich darin fand, hat den Blick auf meine Mutter, auf meine Familie und auf das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte verändert.
Was Experten sagen
Nach langem Zögern und ausgiebigen Recherchen habe ich mich schließlich entschlossen, ein Buch darüber zu schreiben. Zum Autor Foto: Jeremias Gonzalez / DER SPIEGEL Der Arzt Edzard Ernst, Jahrgang 1948, gilt als einer der führenden kritischen Erforscher der Alternativmedizin. Ab 1993 baute er im englischen Exeter den ersten Lehrstuhl für Komplementärmedizin auf.
Einer seiner weiteren Forschungsschwerpunkte ist die Aufarbeitung der medizinischen Verbrechen im Nationalsozialismus. Ernst hat mehr als 50 Bücher publiziert und schreibt regelmäßig für englische, französische und deutsche Medien. Sein neuestes Buch »Ein Fräulein aus gutem Hause: Im Schatten des Dritten Reichs« ist im JMB-Verlag erschienen.
Warum bin ich diesem Projekt zunächst ausgewichen? Vielleicht, weil es mich zwingt, persönliche Erinnerungen mit historischen Abgründen zu verknüpfen, vielleicht auch, weil es Fragen aufwirft, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Meine Mutter, Erika Grete Liselotte Tillwichs, wurde 1911 in Schlesien geboren und wuchs in Breslau auf.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





