
Neue KI-Prüfung auf Instagram: Meta will jetzt mehr Jugendliche herausfiltern, die über ihr Alter lügen
Neue KI-Prüfung auf Instagram : Meta will jetzt mehr Jugendliche herausfiltern, die über ihr Alter lügen Von Maximilian Sachse 05.05.2026, 13:15 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Schon über 18? Meta will das...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Neue KI-Prüfung auf Instagram : Meta will jetzt mehr Jugendliche herausfiltern, die über ihr Alter lügen Von Maximilian Sachse 05. 2026, 13:15 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Schon über 18?
Meta will das Alter seiner Nutzer künftig schärfer kontrollieren. dpa Die EU wirft dem Facebook-Konzern vor, Kinder auf seinen Plattformen zu wenig zu schützen. Meta kündigt neue Maßnahmen an – mit Künstlicher Intelligenz, aber ohne Ausweiskontrollen.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der Facebook-Konzern Meta will mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) mehr Jugendliche als bisher auf seinen Plattformen erkennen, die ihr Alter falsch angeben. Jugendliche müssen nach Metas eigenen Vorgaben mindestens 13 Jahre alt zur Nutzung von Plattformen wie Instagram sein, können in der Praxis aber während der Profilerstellung schwindeln. Schon bislang nutzt Meta KI-Modelle, die sprachliche Signale aller Profile auswerten, um Unter-13-Jährige zu erkennen und daraufhin zu sperren.
Die KI soll beispielsweise erkennen können, wenn ein Profil über seinen elften Geburtstag schreibt oder wenn Freunde in den Kommentaren zum elften Geburtstag gratulieren. Jetzt weitet Meta die Technik auch auf Bilder und Videos sowie auf andere Altersgruppen aus. So soll die KI künftig auch Teenager herausfiltern, die sich fälschlicherweise als volljährig ausgeben.
Auf diese Weise sollen schon bestehende Schutzmaßnahmen über die sogenannten Teenager-Konten besser durchgesetzt werden. Diese geben Eltern mehr Kontrollmöglichkeiten, etwa über die Nutzungszeiten. Derart eingestufte Profile können etwa auch nicht livestreamen und unterliegen strengeren Inhaltsbeschränkungen.
Was Experten sagen
Erst kürzlich hatte Meta in Deutschland ein weiteres KI-basiertes System eingeführt, das die Inhalte auf seinen Plattformen angelehnt an die Alterslabels von Filmen klassifiziert. Jugendliche unter 18 Jahren sollen so automatisch nur Inhalte sehen, die ab 13 Jahren geeignet sind. Neues Personal zur Erkennung von Jugendlichen will Meta aber nicht einstellen.
Scharfe Kritik der EU-Kommission Meta hat die Technik zur Alterserkennung unter anderem in den Vereinigten Staaten getestet und spricht davon, Millionen Konten mit falschen Altersangaben entdeckt und automatisch zu Teenager-Konten umgewidmet zu haben. Betroffene können Widerspruch einlegen, müssen ihr Alter dann aber durch Ausweisdokumente nachweisen. Jetzt führt Meta die Technik EU-weit sowie in Brasilien ein.
Die Ankündigung erfolgt gut eine Woche, nachdem die EU-Kommission festgestellt hatte, dass Meta aus ihrer Sicht zu wenig für den Schutz von Kindern vor problematischen Inhalten unternimmt. Instagram und Facebook würden damit gegen das Gesetzt über digitale Dienste verstoßen. Die zuständige EU-Kommissarin Henna Virkkunen sagte, gut zwölf Prozent der Kinder unter 13 Jahren in der EU nutzten Instagram oder Facebook.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





