
Neue Steuerschätzung: 87,5 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen bis 2030
Neue Steuerschätzung : 87,5 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen bis 2030 Von Manfred Schäfers, Berlin 07.05.2026, 15:16Lesezeit: 3 Min. Nach Geld drängt, am Geld hängt doch alles.dpaDie schwache...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Neue Steuerschätzung : 87,5 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen bis 2030 Von Manfred Schäfers, Berlin 07. 2026, 15:16Lesezeit: 3 Min. Nach Geld drängt, am Geld hängt doch alles.
dpaDie schwache Wirtschaftsentwicklung und der Irankrieg belasten die öffentlichen Haushalte. Auch Bundesfinanzminister Klingbeil hat deutlich weniger Mittel verfügbar als gedacht. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Knacken die Steuereinnahmen des deutschen Staates in diesem Jahr tatsächlich die Marke von einer Billion Euro?
Die Einzelheiten
Vor einem halben Jahr hatte dies der Arbeitskreis Steuerschätzung prognostiziert. Doch seitdem ist viel passiert. Die schwarz-rote Koalition schafft es nicht, Aufbruchstimmung zu erzeugen.
Zuletzt kam der Irankrieg mit seinen negativen Folgen für die sichere und günstige Energieversorgung als neue Belastung hinzu. Die Bundesregierung hat daher vor gut zwei Wochen ihre Wachstumserwartung nach unten korrigieren müssen. Nun folgt der zuständige Arbeitskreis.
Er sagt spürbar weniger Steuereinnahmen für Bund, Länder und Gemeinden voraus. Die Billionen-Hürde wird nach der neuen Prognose nun doch erst im kommenden Jahr genommen werden. Das Gremium, das drei Tage über die zu erwartenden Steuereinnahmen in Mecklenburg-Vorpommern beriet, rechnet nun mit Mindereinnahmen von insgesamt 87,5 Milliarden Euro gegenüber der Oktoberschätzung für die Jahre 2026 bis 2030.
Was Experten sagen
Für jedes dieser Jahre gehen die Schätzer von einem Minus von etwas mehr als 17 Milliarden Euro aus. Ein Teil davon war erwartbar, da er auf Änderungen des Steuerrechts beruht. Die reine Schätzabweichung macht in den fünf Jahren knapp die Hälfte der Mindereinnahmen aus, konkret sind dies 39,8 Milliarden Euro aus.
Die Zahlen der Steuerschätzung sind wichtig, weil sie von zentraler Bedeutung für die Finanzplanung von Bund, Ländern und Gemeinden sind. Wenn die Einnahmeaussichten sich eintrüben, müssen die Finanzminister von Bund und Ländern, aber auch die Kämmerer in den Kommunen sehen, wie sie das ausgleichen können – indem sie Ausgaben streichen oder für neue Einnahmen sorgen. Beides bekommen Bürger und Betriebe direkt zu spüren.
Klingbeil hat sie teilweise einkalkuliertFinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat die Mindereinnahmen teilweise schon einkalkuliert. So haben seine Fachleute die Herbstschätzung intern fortgeschrieben und dabei die eingetrübten Wachstumsaussichten berücksichtigt. Doch waren sie letztlich doch noch optimistischer als der Arbeitskreis.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





