
News des Tages: Irankrieg, Stromausfall in Reutlingen, Bildungspolitik
Die Lage am Abend Ein guter Tag für Brandstifter Von Anna Clauß Die drei Fragezeichen heute:Eskalation in Nahost – hat Trump noch das Sagen?Stromausfall in Reutlingen – war es schon wieder Brandstiftung?Hausaufgaben in...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Die Lage am Abend Ein guter Tag für Brandstifter Von Anna Clauß Die drei Fragezeichen heute:Eskalation in Nahost – hat Trump noch das Sagen? Stromausfall in Reutlingen – war es schon wieder Brandstiftung? Hausaufgaben in NRW – sollen Schulen künftig darauf verzichten?
59 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Dieses Audio ist derzeit nicht verfügbar.
Die Einzelheiten
Anhören Extern anhören 1. Eskalation statt VerhandlungslösungNach zwei Monaten Waffenruhe ist der Krieg in Nahost wieder aufgeflammt – jedenfalls kurzzeitig. Iran soll seit Sonntagabend mindestens 20 ballistische Raketen auf Israel abgefeuert haben.
Zuvor bombardierte Israel Ziele im von der Hisbollah dominierten Süden Beiruts und griff später in Iran Raketenabschussstellungen, Radaranlagen sowie militärisch genutzte Fabriken an; auch eine petrochemische Anlage soll beschossen worden sein. Bild vergrößern Iranische Rakete, die nahe einer israelischen Siedlung im besetzten Westjordanland eingeschlagen ist Foto: Abir Sultan / EPA Irans Streitkräfte kündigten heute das Ende der Militäroperationen gegen Israel an, warnten jedoch gleichzeitig vor »härteren« Attacken, falls Israel seine Angriffe auf den Libanon nicht einstelle. Ein israelischer Regierungsvertreter wiederum kündigte laut Medienberichten an, Israel werde seine Angriffe auf Iran einstellen.
Im Libanon werde man die Angriffe jedoch »mit voller Intensität fortsetzen«. Beides scheint unvereinbar zu sein. »Die nächste Runde der Eskalation könnte damit nur eine Frage der Zeit sein«, schreiben die SPIEGEL-Reporter Juliane von Mittelstaedt und Fritz Schaap.
Was Experten sagen
Hinzu kommt: Appelle zur Einhaltung der Waffenruhe, Drohungen oder Beschimpfungen von US-Präsident Trump wirken kaum noch. Als »total verrückt« soll er Israels Premierminister Benjamin Netanyahu in einem Telefonat Anfang vergangener Woche bezeichnet haben. Trumps Dilemma bleibt, dass jede Reaktion schlecht ist – lässt er Netanyahu freie Hand, droht eine größere Eskalation, bremst er Israel, stärkt das Iran.
Das Kalkül in Teheran scheint zu sein, dass Trump verzweifelt einen Deal will, weil er sich vor steigenden Ölpreisen fürchtet – und er sich die in dieser Woche beginnende Fußball-Weltmeisterschaft in den USA nicht vom Kriegslärm verderben lassen will. »Israel und Iran müssen sofort aufhören zu ›schießen‹«, schrieb Trump am Montagmorgen Washingtoner Zeit auf seinem Netzwerk Truth Social. Und: »Beide Seiten, Israel und Iran, wollen eine sofortige Waffenruhe.
« Die Verhandlungen befänden sich in der Endphase. Nur »Dummheit« könne sie nun noch scheitern lassen. Das klang »fast schon verzweifelt«, meint Juliane von Mittelstaedt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





