
NSDAP-Mitgliederdatei: Gebt die Nazi-Akten frei!
meinung NSDAP-Mitgliederdatei Stellt die Akten ins Netz! Ein Kommentar von Felix Bohr Die Nazi-Kartei zeigt, wie Aufarbeitung im Internet aussehen kann. Das wäre eigentlich Aufgabe des Bundesarchivs. 14.05.2026, 07.32...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. meinung NSDAP-Mitgliederdatei Stellt die Akten ins Netz! Ein Kommentar von Felix Bohr Die Nazi-Kartei zeigt, wie Aufarbeitung im Internet aussehen kann. Das wäre eigentlich Aufgabe des Bundesarchivs.
32 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern NSDAP-Aufnahmeantrag vom späteren Ministerpräsidenten Hans Filbinger im Bundesarchiv, Berlin: Verborgen hinter Antragsverfahren Foto: Peer Grimm / dpa / picture-allianc / picture alliance Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen.
Die Einzelheiten
Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. Das US‑Nationalarchiv hat getan, wozu Bundesbehörden sich bis heute nicht durchringen konnten: Es hat die Mitgliederkartei der NSDAP ins Netz gestellt. Millionen Dokumente, für jede und jeden frei zugänglich.
Der SPIEGEL hat, wie andere Organisationen und Redaktionen auch, daraus ein digitales Recherchetool gebaut. Dafür wurden die Dateien zu den rund zwölf Millionen Karteikarten aus dem US‑Nationalarchiv heruntergeladen, mit künstlicher Intelligenz ausgelesen und in eine Datenbank überführt. Seit der Veröffentlichung wurden rund 2,3 Millionen Suchanfragen von eingeloggten Abonnenten gestellt.
Felix Bohr Felix Bohr ist stellvertretender Leiter des Geschichtsressorts des SPIEGEL. com Damit ist in Sekunden recherchierbar, was zuvor nur mit großer Mühe zugänglich war. Zu jedem Treffer liefern wir Hintergründe und historischen Kontext in automatisch erstellten Dossiers, die mit Freunden und Bekannten geteilt werden können.
Was Experten sagen
Eigentlich wäre das die Aufgabe des Bundesarchivs. Stattdessen müssen Bürgerinnen und Bürger dort noch immer Anträge stellen und warten – oder gleich in Washington suchen. Im Interview mit dem SPIEGEL verweist Bundesarchivpräsident Michael Hollmann zu Recht darauf, dass sein Haus durchaus Nazi‑Akten digitalisiere und dann online stelle.
Darunter seien Unterlagen aus der Reichskanzlei, den NS-Ministerien und der Gestapo. Das sind wichtige Behördenbestände. Doch ausgerechnet die großen personenbezogenen Karteien bleiben hinter Antragsverfahren verborgen.
Neben den NSDAP‑Akten hält das Bundesarchiv auch weitere umfangreiche personenbezogene Unterlagen unter Verschluss, etwa zu SS‑ und SA‑Angehörigen. So bestimmt die Behörde weiterhin allein, was online sichtbar ist und was trotz großen öffentlichen Interesses verschlossen bleibt. Diesen Artikel weiterlesen mit SPIEGEL+ Sie haben bereits ein Digital-Abo?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





