
Oxfam-Bericht: Schere zwischen Top-Gehältern und Reallöhnen geht weiter auf
Oxfam-Bericht : Schere zwischen Top-Gehältern und Reallöhnen geht weiter auf 01.05.2026, 06:29 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen In einer teuren Wohngegend im Nordend Frankfurt stehen Häuser und Autos, die...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Oxfam-Bericht : Schere zwischen Top-Gehältern und Reallöhnen geht weiter auf 01. 2026, 06:29 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen In einer teuren Wohngegend im Nordend Frankfurt stehen Häuser und Autos, die sich nur die Reichen der Stadt leisten können.
Laila Sieber Chefs verdienten in den vergangenen Jahren immer mehr, während die Kaufkraft der Erwerbsbevölkerung deutlich abnahm. Eine Oxfam-Studie macht Lösungsvorschläge. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Einkommensschere zwischen Top-Managern und Beschäftigten hat sich einer Analyse der Entwicklungsorganisation Oxfam zufolge seit der Corona-Pandemie drastisch vergrößert.
Die Einzelheiten
Während die Gehälter von Vorstandsvorsitzenden weltweit seit 2019 inflationsbereinigt um 54 Prozent auf durchschnittlich 8,4 Millionen Dollar gestiegen seien, seien die Reallöhne von Beschäftigten im selben Zeitraum um zwölf Prozent gesunken, teilte Oxfam am Freitag zum Tag der Arbeit mit. Die Organisation fordert eine stärkere Besteuerung von Superreichen und hohen Einkommen sowie gerechtere Löhne. Der Trend zeigt sich der Analyse zufolge auch in Deutschland.
Die Gehälter von 25 untersuchten Vorstandschefs aus Dax-40-Unternehmen stiegen demnach seit 2019 um 56 Prozent von durchschnittlich 4,5 Millionen Euro auf fast sieben Millionen Euro. Die inflationsbereinigten Gehälter von Beschäftigten in Deutschland lägen hingegen weiter leicht unter dem Niveau von vor der Virus-Krise. „Während die Kaufkraft von Beschäftigten in Deutschland im Schnitt immer noch schwächer ist als 2019, explodieren die Gehälter von Spitzenmanagerinnen und -managern“, sagte Manuel Schmitt, Referent für soziale Ungleichheit bei Oxfam.
Diese entkoppelten sich immer weiter von der Realität vieler Menschen. „Diese immer extremere Ungleichheit ist auch eine Gefahr für unsere Demokratie“, erklärte Schmitt weiter. Entwicklungsorganisation fordert Besteuerung von Superreichen Oxfam forderte die Bundesregierung auf, die Besteuerung von Superreichen voranzutreiben.
Dazu gehörten neben einer globalen Milliardärssteuer auch deutlich höhere Spitzensteuersätze auf Einkommen, um hohen Managergehältern entgegenzuwirken. Zudem sei ein Mindestlohn von mindestens 15 Euro pro Stunde notwendig, damit die soziale Ungleichheit nicht weiter zunehme. Der Analyse zufolge stieg das Vermögen der Milliardäre weltweit allein in den vergangenen zwölf Monaten um rund vier Billionen Dollar auf einen Rekordwert von gut 20 Billionen Dollar.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





