
Phishing: BKA legt Hunderte Server von Kriminellen lahm
Schlag gegen Internetkriminelle Täuschend echte Webseiten – BKA legt Hunderte Phishing-Server lahm Die Opferzahl soll in die Hunderttausende gehen: Betrüger konnten sich im Internet kriminelle Dienstleistungen über ein...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Schlag gegen Internetkriminelle Täuschend echte Webseiten – BKA legt Hunderte Phishing-Server lahm Die Opferzahl soll in die Hunderttausende gehen: Betrüger konnten sich im Internet kriminelle Dienstleistungen über ein Baukastensystem selbst zusammenstellen. Jetzt haben Ermittler den Stecker gezogen. 45 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Banner der Behörden auf einem Kratos-Server: Kein Betrug mehr unter dieser Internetadresse Ermittlern aus Deutschland und den USA ist ein Schlag gegen einen der weltweit größten Phishingdienste gelungen. Sie legten die Infrastruktur des Dienstes »Kratos« lahm, der für den Diebstahl von Zugangsdaten Hunderttausender Opfer in über 30 Staaten verantwortlich sein soll, wie das Bundeskriminalamt (BKA) und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Montag mitteilten.
Die Einzelheiten
Der mutmaßliche Entwickler wurde in Indonesien festgenommen. Bei Kratos handelte es sich den Angaben zufolge um einen digitalen Baukasten, mit dem Kriminelle täuschend echt wirkende Kopien von Webseiten, insbesondere von Microsoft-Authentifizierungs-Seiten, erstellen konnten. Opfern, die sich davon täuschen ließen, wurden über die manipulierten Webseiten Zugangsdaten und Passwörter gestohlen, die von den Tätern dann für weitere Straftaten verwendet wurden.
Nach Angaben des BKA können das etwa weitere Phishingangriffe, der »Verkauf von Kundendaten an Dritte oder die Infiltration von Unternehmen durch die Ausbreitung über unternehmensweit genutzte Microsoft-Lösungen« sein. Besonders gefährlich dabei: Das Kratos-System basierte darauf, dass nicht nur die jeweiligen Log-in-Daten, sondern darüber hinaus auch ein Cookie kopiert wurde. Damit ließ sich auch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung umgehen.
Kriminelle IT zum MietenDas Geschäftsmodell der Betreiber des Systems wird als »Phishing as a Service« bezeichnet. Gegen Bezahlung konnten Kriminelle Kratos für eigene Phishingkampagnen nutzen. Den Angaben zufolge wurde der Baukasten an mehr als 1800 Täter vermietet, die damit monatlich rund 15.
Was Experten sagen
000 Phishingkampagnen durchgeführt haben sollen. Im Zuge der Aktion wurden mehr als 200 Server unschädlich gemacht. Die Ermittler geben sich zuversichtlich, die kriminelle Infrastruktur mit der Aktion komplett unschädlich gemacht zu haben.
Mithilfe von Kratos unterstützte Phishingkampagnen seien dadurch nicht mehr möglich, bereits begonnene Aktionen könnten »nicht mehr fortgeführt werden«. Den Ermittlungsbehörden sei damit »erstmalig ein bedeutender Ermittlungserfolg gegen eine der weltweit gefährlichsten Phishing-as-a-Service-Gruppierungen« gelungen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




