
Plus 2,2 Prozent: Trotz höherer Bauzinsen steigen die Hauspreise weiter
Plus 2,2 Prozent : Trotz höherer Bauzinsen steigen die Hauspreise weiter Von Christian Siedenbiedel 11.05.2026, 20:21Lesezeit: 3 Min. Die Hauspreise in Deutschland steigen wieder.Helmut FrickeBesonders stark ist der...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Plus 2,2 Prozent : Trotz höherer Bauzinsen steigen die Hauspreise weiter Von Christian Siedenbiedel 11. 2026, 20:21Lesezeit: 3 Min. Die Hauspreise in Deutschland steigen wieder.
Helmut FrickeBesonders stark ist der Preisanstieg in Hamburg. Die Hansestadt liegt vor Düsseldorf, Frankfurt und Köln. Die Ölkrise sorgt für teure Baumaterialien.
Die Einzelheiten
Auch die Preise für Handwerker legen weiter zu. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Immobilienpreise in Deutschland steigen bislang trotz höherer Bauzinsen weiter. Das berichtet der Verband deutscher Pfandbriefbanken (VDP), dessen Zahlen in der Branche einen guten Ruf genießen.
Demnach waren Immobilien im ersten Quartal dieses Jahres im Schnitt 2,2 Prozent teurer als im Vorjahreszeitraum. Überdurchschnittlich stiegen die Preise für Wohnimmobilien mit plus 2,3 Prozent, vor Büroimmobilien mit plus 1,9 Prozent und Einzelhandelsimmobilien mit plus 1,5 Prozent. „Moderater Rückenwind“„Die Immobilienpreise in Deutschland sind abermals mit moderatem Rückenwind in das Jahr 2026 gestartet, sie haben damit den Aufwärtstrend des Vorjahres untermauert“, sagte Jens Tolckmitt, der Hauptgeschäftsführer des Verbands.
Durch den Irankrieg und höhere Inflationserwartungen waren seit Ende Februar die Kapitalmarktzinsen in Deutschland gestiegen. Die Bauzinsen lagen im Mai nach Zahlen der Verbraucherplattform Biallo bei 3,95 Prozent für Baudarlehen mit zehn Jahren Zinsbindung. Je nach Beleihung kommt man aber auch schon auf mehr als vier Prozent.
Was Experten sagen
Der Kreditvermittler Interhyp rechnet für die nächsten sechs bis zwölf Monate mit einem weiteren Anstieg. Steigende Bauzinsen wirken tendenziell dämpfend auf die Immobilienpreise; das kann aber zeitverzögert eintreten oder auch von anderen Effekten überlagert werden. Unter den Wohnimmobilien verteuerte sich laut Pfandbriefbankenverband selbst genutztes Wohneigentum stärker als Mietshäuser.
So legten die Preise für Eigentumswohnungen im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,8 Prozent zu, die für Einfamilienhäuser um 2,4 Prozent und die für Mehrfamilienhäuser um 2,2 Prozent. Dynamik des Mietanstiegs lässt nach„Auch wenn die Dynamik des Mietanstiegs aktuell etwas nachgelassen hat, bleibt die Situation auf dem Wohnungsmarkt sehr angespannt“, sagte Tolckmitt: „Die nach wie vor bestehende Knappheit an Wohnraum lässt Preise und Mieten vor allem in den Metropolen weiter steigen. “ Nach dem methodischen Ansatz der Bundesbank stiegen die Preise in den sieben größten Städten in Deutschland um 2,7 Prozent, nach dem des Verbands um 3,6 Prozent.
Unter den Metropolen verteuerten sich Wohnimmobilien am stärksten in Hamburg mit plus 4,9 Prozent. Etwas geringer fielen die Wachstumsraten in Düsseldorf mit 4,1 Prozent, Frankfurt am Main und Köln mit jeweils 4,0 Prozent und München mit 3,5 Prozent aus. Dahinter folgten Berlin mit 2,9 Prozent und Stuttgart mit 1,7 Prozent.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





