
Pressefreiheit: FBI ermittelt gegen Reporterin
Pressefreiheit : FBI ermittelt gegen Reporterin Von Frauke Steffens, New York 08.05.2026, 07:46Lesezeit: 2 Min. Will sich kritische Berichte von Journalisten nicht gefallen lassen: FBI-Direktor Kash Patel.AFPDie...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Pressefreiheit : FBI ermittelt gegen Reporterin Von Frauke Steffens, New York 08. 2026, 07:46Lesezeit: 2 Min. Will sich kritische Berichte von Journalisten nicht gefallen lassen: FBI-Direktor Kash Patel.
AFPDie amerikanische Bundespolizei soll gegen eine Journalistin des Magazins „The Atlantic“ ermitteln, die einen kritischen Bericht über FBI-Direktor Kash Patel geschrieben hatte. Zuvor hatte Patel schon das Blatt verklagt. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Regierung von Donald Trump wird abermals wegen eines möglichen Angriffs auf die Pressefreiheit kritisiert.
Die Einzelheiten
Wie der Sender MS NOW berichtet, habe das FBI eine strafrechtliche Untersuchung gegen die Journalistin Sarah Fitzpatrick vom Magazin „The Atlantic“ eingeleitet. Fitzpatrick hatte unter Berufung auf rund zwei Dutzend Quellen darüber berichtet, dass FBI-Direktor Kash Patel durch übermäßigen Alkoholkonsum, häufige Abwesenheiten und erratisches Verhalten auffalle und intern Besorgnis auslöse. Patel hatte auf den Artikel mit einer Verleumdungsklage gegen das Magazin reagiert.
Er fordert 250 Millionen Dollar Schadenersatz. In einem am Mittwoch veröffentlichten Artikel berichtet die Journalistin über besondere Geschenke Patels: Bourbon-Flaschen, auf die unter einem FBI-Signet sein Name und seine Amtsbezeichnung eingraviert sind. In einem Ring um das Signet ist der Vorname Kash mit dem Dollarzeichen anstelle des Buchstaben „s“ geschrieben.
Der britischen Zeitung „The Guardian“ gegenüber sprach der stellvertretende FBI-Direktor Ben Williamson von einem jahrzehntealten Brauch beim FBI. Patel habe alle ethischen Richtlinien befolgt und zahle für seine persönlichen Geschenke selbst. Dem Bericht von MS NOW zufolge führt die Untersuchung gegen Fitzpatrick eine in Huntsville, Alabama, ansässige Einheit des FBI, die sich um illegale Leaks kümmert.
Was Experten sagen
Normalerweise richten sich solche Verfahren gegen Behördenmitarbeiter, die geheime Informationen weitergeben, aber nicht gegen Journalisten. Jeffrey Goldberg, Chefredakteur des Magazins „The Atlantic“, sprach von einem „ungeheuerlichen, illegalen und gefährlichen Angriff auf die freie Presse und den Ersten Verfassungszusatz“. FBI streitet Untersuchung abEin FBI-Sprecher bestritt laut dem Sender, dass es die Ermittlungen gegen Fitzpatrick überhaupt gebe.
Innerhalb der Bundespolizei soll das Vorgehen laut anonymen Quellen jedoch für erhebliche Unruhe sorgen, so berichtet MS NOW weiter. „Sie wissen, dass sie das eigentlich nicht tun dürften“, habe eine dieser Quellen über die FBI-Beamten gesagt. „Aber wenn sie nicht weitermachen, könnten sie ihre Jobs verlieren.
“ Unter Präsident Joe Biden hatte Justizminister Merrick Garland die Hürden für Ermittlungen gegen Reporter verschärft. Trumps damalige Justizministerin Pam Bondi lockerte diese Schutzregeln im vergangenen Jahr wieder. Mehr zum Thema Klage gegen „aTLANTIC“Darf man den FBI-Chef als Trinker bezeichnen?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





